Berliner Innensenator geht von einem islamistischen Anschlag aus

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„Wir müssen von einer gezielten Aktion ausgehen“

Innensenator Andreas Geisel zu den Ereignissen auf der BAB 100

Berlin. „Nach jetzigem Stand der Erkenntnisse gehen wir von einem islamistischen Anschlag aus. Ein religiös motivierter Tathintergrund ist nicht auszuschließen. Dies werden jetzt die weiteren Ermittlungen zeigen. Wir müssen im Augenblick davon ausgehen, dass die Unfälle gezielt herbeigeführt wurden. Ich bin bestürzt, dass Unbeteiligte aus dem Nichts heraus Opfer einer Straftat geworden sind. Wenn ein Auto gezielt auf Motorradfahrer auffährt, haben diese keine Chance. Ich hoffe, dass die drei Schwerverletzten sich rasch wieder erholen. Einer von ihnen ist Angehöriger der Berliner Feuerwehr, der auf dem Heimweg war. Ihnen allen gelten unsere Genesungswünsche.

Die Tatsache, dass der Tatverdächtige möglicherweise unter psychischen Problemen litt, macht die Sache nicht einfacher. Wenn sich persönliche Probleme mit religiös aufgeladenen Vorstellungen vermischen, kann dies zu unkontrollierbarem Handeln führen. Die gestrigen Ereignisse zeigen uns sehr schmerzhaft, wie verletzlich unsere freie Gesellschaft ist.

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Unabhängig von der Tat auf der Stadtautobahn müssen wir uns bewusst sein, dass Berlin weiterhin im Fokus des islamistischen Terrorismus steht. Deswegen ist der von uns eingeschlagene Weg der Antiterrorbekämpfung der richtige – wir haben die Sicherheitsbehörden seit 2016 organisatorisch, technisch und personell gut ausgerüstet. Morgen wird zudem das modernisierte Allgemeine Sicherheits- und Ordnungsgesetz, ASOG, ins Abgeordnetenhaus eingebracht. Ein wichtiger Punkt ist hierbei die Möglichkeit der Telekommunikationsüberwachung zur Gefahrenabwehr für die Polizei. Es muss unsere gemeinsame Anstrengung bleiben, extremistische Anschläge zu verhindern, bevor sie Leid über unsere Stadt bringen.“


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