Stadt Erlangen richtet auf Kosbacher Damm einen „Pop-up“-Radweg ein

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Erster „Pop-Up“-Radweg ab Dienstag am Kosbacher Damm

Erlangen. Nicht zuletzt aufgrund der Corona-Pandemie nimmt der Radverkehr in Städten – auch in Erlangen – noch mehr zu. Vor diesem Hintergrund ist die Stadtverwaltung bestrebt, Radfahrerinnen und Radfahrern mehr Fläche zur Verfügung zu stellen. Kurzfristig ist das mit sogenannten „Pop-up“-Radwegen möglich. Voraussichtlich ab Dienstag, 4. August, steht am Kosbacher Damm der erste Radweg dieser Art in Erlangen zur Verfügung.

Bei den „Pop-Up“-Radwegen handelt es sich um „temporäre Radverkehrsanlagen“, die durch die Umnutzung von Fahrspuren zugunsten des Radverkehrs – und gegebenenfalls auch Mitnutzung durch den Busverkehr – zu einer Verbesserung des Angebots der Radinfrastruktur führen. Durch eine Markierung und teilweise auch durch Baustellenbaken werden diese Wege vom motorisierten Verkehr getrennt. Hierfür eignen sich in der Regel mehrspurige Straßen mit mittlerer bis geringer Kfz-Verkehrsbelastung. In Erlangen kommen unter anderem der Kosbacher Damm, Am Europakanal oder die Frauenauracher Straße dafür in Betracht.

In seiner Juli-Sitzung hat der Umwelt-, Verkehrs- und Planungsausschuss (UVPA) des Stadtrats beschlossen, kurzfristig einen „Pop-up“-Radweg im Verlauf des vierspurigen Kosbacher Damms zwischen Odenwaldallee und Möhrendorfer Straße einzurichten. Diese Verbindung ermöglicht es Radfahrern, zwischen den westlichen Stadtteilen und der Innenstadt schneller und ohne große Umwege voranzukommen. Für Kraftfahrzeuge steht in jede Fahrtrichtung weiterhin eine Fahrspur zur Verfügung. Der „Pop-up“-Radweg dient darüber hinaus als temporäre Umleitung für die derzeit gesperrte Verbindung östlich der Odenwaldallee über den Steinforstgraben und den Rabenweg.

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Im Anschluss an diese UVPA-Grundsatzentscheidung hatte die Verwaltung kurzfristig einen Umsetzungsvorschlag ausgearbeitet und – trotz saisonbedingter Auslastung – einen leistungsfähigen Unternehmer gefunden, der mit den Einrichtungsarbeiten am Montag, 3. August, beginnt. Dafür müssen etwa 1,4 Kilometer (beidseitig, also knapp drei Kilometer) mit rund 450 Absperrbaken, gelber Markierung und diversen Verkehrszeichen versehen werden.

„Den `Pop-up`-Radweg an dieser Stelle einzurichten ist sowohl für die Radfahrenden, die von der Steinforstgraben-Sperrung betroffen sind, eine große Erleichterung und versetzt uns gleichzeitig in die Lage, eigene Erfahrungen mit dieser Art der Radwegführung zu sammeln“, ergänzt Planungs- und Baureferent Josef Weber.


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