Innerstädtische Kurierfahrten erfolgen in Leipzig jetzt mit Lastenrädern

Marktplatz

Leipzig. Ab August nutzt der Verwaltungskurierdienst für Touren in der City ausschließlich Lastenfahrräder. Durch den zentralen Kurierdienst der Stadt werden täglich Dienststellen, verschiedene Behörden und Einrichtungen – insgesamt bis zu 130 Objekte in Leipzig – in mehreren Touren angefahren.

Auf Basis der Beschlüsse zur klimafreundlichen Verwaltung wurden diese Fahrten nun neu strukturiert und mit Auslaufen des Vertrages über ein Vergabeverfahren neu ausgeschrieben. Hauptamtsleiter Dr. Christian Aegerter sagt: „Wir wollen die Verkehrswende in Leipzig ein Stück mitgestalten und zeigen, dass die Verwaltung auf nachhaltigen Transport setzt. Es war nicht einfach, geeignete Anbieter für die Kurierfahrten per Lastenrad zu finden, aber es ist geglückt. Vielleicht kann unser Beispiel Schule machen.“

Die Mitarbeiter der Firma Fulmo Kurierdienst GbR decken die Fahrten für insgesamt 24 Objekte ab sofort mit zwei Lastenfahrrädern ab. Ihre Routen sind zwischen fünf und zwölf Kilometer lang und betreffen das Zentrum sowie den Außenring der Stadt Leipzig. Angefahren werden unter anderem die Außenstellen in der Otto-Schill-Straße, Thomasiusstraße und Friedrich-Ebert-Straße, die Volkshochschule, die Städtischen Museen und das Marktamt. Die größte Masse an Briefsendungen müssen die Museen bewältigen, etwa mit ihren Informationsflyern zu Veranstaltungen.

Marktplatz

Für die entfernteren Kuriertouren, die auch künftig mit dem Kraftfahrzeug gefahren werden, erfolgt innerhalb eines Jahres schrittweise die Umstellung von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren hin zum Elektroantrieb. Hierfür sind derzeit vier Kfz im Einsatz, die täglich Strecken von bis zu 315 Kilometer pro Tag zurücklegen. Die Kuriere sichern den Postvertrieb unter anderem für alle städtischen Kindertageseinrichtungen und Schulen, die Außenstellen der Stadtverwaltung, Eigenbetriebe aber auch Gerichte und öffentliche Behörden in Leipzig. Das größte Postaufkommen entfällt dabei auf Ämter wie das Ordnungsamt mit der Bußgeld- und Ausländerbehörde, das Sozialamt sowie das Amt für Jugend, Familie und Bildung.

Allein im Wahljahr 2019 waren täglich rund 5.800 Sendungen im städtische Posteingang und 18.600 im Postausgang zu transportieren, zusätzlich kamen jeden Tag etwa 22.000 Stück verwaltungsinternes Schriftgut hinzu. In diesem Jahr – ohne dass Wahlen abgesichert werden müssen – rechnet die Poststelle mit etwa 14.000 täglichen Sendungen im Postausgang und 15.000 verwaltungsinternen Sendungen – der Posteingang pro Tag entspricht im Schnitt dem aus dem vergangenen Jahr.


Marktplatz