Saalfeld. Mit Hochdruck ermittelt die Saalfelder Kriminalpolizei nach mehreren gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Fußballfans im Städtedreieck Saalfeld – Rudolstadt – Bad Blankenburg und Gotha. Es konnten mehrere Tatverdächtige identifiziert werden. Bereits im Oktober 2019 und April 2020 erfolgten erste Durchsuchungen und Festnahmen in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Hessen.

An den gewalttätigen Auseinandersetzungen waren Personen aus einer Fangruppierung des FC Rot-Weiß Erfurt beteiligt. Diese Gruppierung mit dem Namen „Jungsturm“ wird der Hooliganszene des FC Rot-Weiß Erfurt zurechnet. Die Mitglieder gelten für die Szenekundigen Beamten als Problemfans und sind zum Teil aktive Kampfsportler.

Aufgrund der bisherigen Ermittlungen musste davon ausgegangen werden, dass es sich bei der Fangruppe „Jungsturm“ um eine sog. kriminelle Vereinigung handelt, aus der heraus u. a. diverse Gewaltstraftaten verübt wurden.

Drei Mitglieder der Gruppierung wurden bereits am 28. April 2020 festgenommen und sitzen derzeit in Justizvollzugsanstalten ein.

Im Fortgang der Ermittlungen wurde durch das Landgericht Gera ein weiterer Haftbefehl gegen einen 21 Jahre alten Beschuldigten erlassen. Der Beschuldigte wurde am 29. Juli zur Mittagszeit im Stadtgebiet Gotha durch Polizeibeamte der LPI Saalfeld festgenommen. Nach der Vorführung des Beschuldigten beim zuständigen Richter am Landgericht Gera am 30. Juli wurde ihm der Haftbefehl verkündet. Unmittelbar im Anschluss wurde der Beschuldigte in eine Justizvollzugsanstalt(JVA) verbracht. Der festgenommene Beschuldigte war an verschiedenen Gewaltstraftaten beteiligt, bei denen mehrere Personen teilweise schwer verletzt wurden.

Unterdessen dauern die Ermittlungen gegen die Gruppierung „Jungsturm“ und seine Mitglieder weiter an.

Hinweise zu einzelnen Personen, Straftaten der Gruppierung oder zur Gruppierung selbst nehmen die Ermittler der Kripo Saalfeld unter der Telefonnummer 03672/417-1464 entgegen.Saal


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