Ein weiteres Kita-Kind sowie eine Erzieherin positiv getestet

Nach Corona-Fall in Kita „Kinderland“: Mehr als 100 Personen weiter in Quarantäne

Potsdam. Nach den am Mittwoch durchgeführten Corona-Tests von 94 Kindern und Erziehern einer Potsdamer Kita haben erste Testergebnisse zwei weitere positive Fälle bestätigt. Dabei handelt es sich um ein Kind und eine Betreuungsperson. Mit weiteren Ergebnissen wird im Laufe des morgigen Tages gerechnet.

Der Test bei Kindern und Erziehern der Kita „Kinderland“ im Stadtteil Schlaatz wurde durchgeführt, weil ein Kind der Kita am Dienstag ein positives Testergebnis erhalten hatte – und sie als Kontaktpersonen ersten Grades gelten. Auch negativ getestete Personen müssen weiterhin in Quarantäne bleiben. Bis zum Freitagvormittag werden auch die restlichen Testergebnisse erwartet.

„Es war zu befürchten, dass das Virus nicht nur bei einem Kind in einer Kita nachgewiesen wird. Umso wichtiger ist es, dass die Quarantäneregeln eingehalten werden und die weitere Ausbreitung in der Kita und im Stadtteil unterbrochen werden kann“, sagt die Gesundheitsbeigeordnete Brigitte Meier. Das erste Kind wurde am Montag getestet, weil dessen Mutter am Samstag ein positives Testergebnis erhalten hatte. Da das Kind am vergangenen Donnerstag und Freitag in der Kita war, stehen 107 Kinder sowie fünf Erzieherinnen und Erzieher, die an den beiden Tagen in der Kita und mit dem Kind in Kontakt waren, unter Quarantäne.

„Gemeinsam mit dem Kitaträger Arbeiterwohlwahrt und dem Klinikum Ernst von Bergmann, das uns bei den Abstrichen und den Tests unterstützt hat, haben wir innerhalb weniger Stunden reibungslos ein Testzentrum aufgebaut und die Tests durchgeführt. Das wird uns in den kommenden Wochen helfen, denn wir müssen mit steigenden Infektionszahlen in der nahen Zukunft rechnen. In zwei Wochen sollen Schülerinnen und Schüler wieder in die Schule gehen, wir haben die Urlaubsrückkehrer aus vielen Gebieten und das öffentliche Leben wird sich mit dem nahenden Ende des Sommers wieder zunehmend in geschlossene Räume verlagern – das alles kann, wenn wir nicht aufpassen, zu einem deutlichen Anstieg der Infektionen führen. Daher ist die Einhaltung der Quarantäneregeln sowie der allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln ein Muss, um auch in den kommenden Wochen größere Ausbruchsgeschehen zu verhindern“, so Brigitte Meier.

Das Gesundheitsamt führt nun Umgebungsuntersuchungen bei den beiden positiv getesteten Personen durch und veranlasst gegebenenfalls weitere Tests. Die Eltern des Kindes sowie die Familie der Erzieherin gelten als Kontaktpersonen ersten Grades und stehen ab sofort ebenfalls unter Quarantäne.


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