Erfurt. Thüringens Finanzministerin Heike Taubert unterstützt die Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten ausdrücklich.

Anders als Bundesgesundheitsminister Jens Spahn plädiert sie aber dafür, dass Reiserückkehrer die Kosten für die Tests selbst tragen: „Wer sich freiwillig in ein Risikogebiet begibt, der kann die Kosten für einen daraus resultierenden Test nicht der Allgemeinheit aufbürden, sondern muss selbst für die Kosten des Tests geradestehen“, so Taubert und: „Die Kosten für die Reisen trägt der Reisende, so etwa den Flug, das Hotel oder auch eben vorgeschriebene Impfungen. Wieso sollten Corona-Tests eine Ausnahme bilden?“

Aus Sicht der Thüringer Finanzministerin, die von 2009 bis 2014 auch Gesundheitsministerin im Freistaat war, ist es nicht vermittelbar, dass Menschen, die sich in Anbetracht ihrer wirtschaftlichen Situation in diesem Jahr gar keinen Urlaub leisten können, die Testkosten für Reisende in einer gewissen Form, etwa über die gesetzliche Krankenversicherung, mitzahlen müssen.

Auch bei Geschäftsreisenden in Risikogebiete plädiert Taubert dafür, die Kosten den entsendenden Unternehmen in Rechnung zu stellen.

„Wir haben in Thüringen mit den Finanzmitteln für die Bewältigung der Corona-Pandemie auch Geld für Testkapazitäten vorgesehen, insgesamt drei Millionen Euro aus dem Sondervermögen zur Bewältigung der Corona-Pandemie. Sie betont: „Das ist viel Geld, das wir dringend für Tests im Rahmen der Daseinsvorsorge brauchen. Wir wollen, dass sich medizinisches Personal, Lehrerinnen und Lehrer und Erzieherinnen und Erzieher testen lassen können. Wer sich im Urlaub oder auf Reise freiwillig in ein Risiko begibt, der muss dieses auch selbst tragen.“

Ministerin Taubert fordert deshalb, die geplante Regelung, die vorsieht, dass die Kosten für die Tests über die Flughafengebühren und damit mittelbar auf die Ticketpreise umgelegt werden, zügig umzusetzen.

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