Natürliche Gegner?

München. „Es wird auch Enttäuschungen geben und wir werden auch manche unangenehmen Sachen mittragen müssen.“ Mit diesen Worten skizzierte Franz Steinkühler, Vorsitzender der IG Metall, die Situation der westdeutschen Gewerkschaften in Ostdeutschland im Sommer 1990. Auf der einen Seite erwartete diese ein enormes Mitgliederpotential, das es nach der Auflösung des FDGB zu organisieren galt, auf der anderen Seite standen fundamentale Transformationsprozesse mit unvermeidbaren Massenentlassungen an. Der Vortrag von Christian Rau (Institut für Zeitgeschichte München–Berlin) am 3. August 2020 untersucht, welche Position die Gewerkschaften im wirtschaftlichen Transformationsprozess und zur Treuhand einnahmen, wie sich ihr Handeln in der politischen Praxis des Transformationsalltags gestaltete und wie sie sich zu der in den ostdeutschen Bundesländern etablierenden Protestbewegung verhielten.

Der Vortrag von Christian Rau findet im Rahmen der digitalen Veranstaltungsreihe „Die überforderte Behörde. Neue Forschungen zur Treuhandanstalt“ statt. Sie ist eine Kooperation mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Der Vortrag beginnt um 18 Uhr, Sie können ihm live folgen unter www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/treuhand-live. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen zu künftigen Veranstaltungen des Instituts für Zeitgeschichte finden Sie auf unserem online-Terminkalender unter www.ifz-muenchen.de/Veranstaltungen.


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