Neues Leitungs-Duo für die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora

Anett Dremel, M.A., Foto: privat
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Weimar. PD Dr. Karsten Uhl wird ab dem 1. Oktober 2020 neuer Leiter der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora; Anett Dremel, M.A., beginnt bereits zum 1. September 2020 als neue Leiterin der Dokumentationsstelle und stellvertretende Leiterin der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora.

Nordhausen/Weimar. Der Stiftungsrat der gemeinsam von Bund und Freistaat Thüringen institutionell geförderten Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora hat sich in einer Sondersitzung am 22. Juli 2020 einstimmig für die neue Doppelspitze in der Leitung der bei Nordhausen gelegenen KZ-Gedenkstätte ausgesprochen. Herr Dr. Uhl und Frau Dremel überzeugten in den Bewerbungsverfahren und setzten sich gegen zahlreiche Mitbewerber*innen durch.

Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Kulturminister des Freistaats und Vorsitzender des Stiftungsrates, erklärt: „Ich freue mich außerordentlich, dass Herr PD Dr. Karsten Uhl künftig die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora leiten und gemeinsam mit Frau Anett Dremel, M.A., als neuer Stellvertreterin und Leiterin der Dokumentationsstelle weiterentwickeln wird. Der Freistaat und die Stiftung gewinnen zwei Persönlichkeiten zurück, die beide wissenschaftliche Exzellenz mit herausragenden Erfahrungen in der Gedenkstätten-, Museums-, Forschungs- und Vermittlungspraxis verbinden.“

„Mit Herrn Dr. Uhl und Frau Dremel habe ich in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora bereits hervorragend zusammengearbeitet“, sagt der designierte Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Dr. Jens-Christian Wagner, der die KZ-Gedenkstätte von 2001 bis 2014 geleitet hatte. „Das neue Leitungsteam ist mit der Geschichte des KZ Mittelbau-Dora und den Aufgaben der Gedenkstätte bestens vertraut und in der Region Nordhausen wie auch national und international gut vernetzt: eine ideale Ausgangssituation für den Neustart in Nordhausen.“

Auch Stefan Nüßle, Vertreter des Landkreises Nordhausen im Stiftungsrat, begrüßt die personelle Neubesetzung: „Das neue Team für die Leitung der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora überzeugt durch fachliche wie persönliche Eignung. Beide kennen die Region sehr gut und bringen zugleich einen frischen Blick und fundierte Erfahrungen von außen mit.“

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Karsten Uhl studierte Geschichte, Politische Wissenschaft und Psychologie mit Promotion sowie zusätzlich „Museum & Ausstellung“. In seiner universitären Laufbahn – mit Habilitation und Vertretung einer Professur an der Technischen Universität Darmstadt – befasste er sich mit der Geschichte von Technik und Industriearbeit im 20. Jahrhundert, insbesondere während des Nationalsozialismus. Er realisierte zahlreiche Publikationen, Lehrveranstaltungen und Vorträge. Für die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora war er bereits von 2003 bis 2006 als wissenschaftlicher Volontär und anschließend als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig.

Anett Dremel, die in Nordhausen geboren und aufgewachsen ist, absolvierte ein Studium der Politikwissenschaft, Neuesten Geschichte und des Öffentlichen Rechts sowie berufsbegleitend Weiterbildungen im Museumsbereich. Darüber hinaus verfügt sie über einschlägige Berufserfahrung in anwendungsbezogenen Forschungs-, Ausstellungs- und Vermittlungsprojekten in den Gedenkstätten Mittelbau-Dora, Ehrenhain Zeithain, Wolfenbüttel und Bergen-Belsen.

Frau Dremel wird die Arbeit von Dr. Regine Heubaum fortsetzen, die die Stiftung auf eigenen Wunsch zum 30. Juni 2020 verlassen hat. Seit 2003 war Frau Heubaum wissenschaftliche Mitarbeiterin, seit 2004 stellvertretende Leiterin der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora. Sie hat sich insbesondere um den Aufbau der Dokumentationsstelle verdient gemacht, sowie durch die kommissarische Leitung der KZ-Gedenkstätte seit dem vergangenen Jahr. Derzeit hat diese Holger Obbarius inne, Leiter der pädagogischen Abteilung der Stiftung.

Die neue Leitung der KZ-Gedenkstätte wird sich gemeinsam mit Dr. Jens-Christian Wagner, der zum 1. Oktober 2020 das Amt des Direktors der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora antreten wird, in einem noch anzuberaumenden Termin im Herbst 2020 der Öffentlichkeit vorstellen.


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