Saalfeld bewirbt sich um den Titel „Fairtrade-Town“

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Bereits 2017 beschloss der Saalfelder Stadtrat, sich um diesen Titel zu bemühen.

Saalfeld. Durch die Schaffung der Stelle „Koordinator für Kommunale Entwicklungspolitik“, die seit September letzten Jahres durch David Theobald besetzt ist, verfügt die Stadt Saalfeld nun über personelle und finanzielle Mittel, dieses Unterfangen anzugehen. Mit den Beschlüssen zur Saalfelder Nachhaltigkeitsstrategie und dem dazugehörigen Handlungsprogramm in 2019 und 2020, betonte der Stadtrat sein Bestreben, dem Thema zukunftsfähige Stadtentwicklung einen festen Platz einzuräumen.

Worum es geht:

Mit der Kampagne „Fairtrade-Town“ wird das Engagement von Städten im Themenbereich „Fairer Handel“ und assoziierten Themen ausgezeichnet.

Fairer Handel stellt sich dar durch öko-soziale Standards, die allen Personen, die am Produktions- und Handelsprozess beteiligt sind, ein menschenwürdiges Leben ermöglicht. Genauso wird der Fokus auch auf die ökologischen Produktions- und Vertriebsaspekte gelegt, sodass ein Fair Trade-Produkt möglichst geringen Einfluss auf ökologische Systeme nimmt.

Diese Standards werden von mehreren Organisationen überprüft und deren Einhaltung zum Beispiel mit Siegeln bescheinigt. Beispiele sind Fairtrade, Gepa fair, Naturland fair, UTZ und Rainforest Alliance.

Um den Titel „Fairtrade-Town“ zu erhalten, sind mehrere Kriterien zu erfüllen, in deren Umsetzung die Stadtgesellschaft mit all ihren Akteuren belegen muss, dass sie sich in diesem Themenbereich engagiert.

Kriterium 1: Ratsbeschluss

Die Kommune verabschiedet einen Ratsbeschluss zur Unterstützung des fairen Handels. Bei allen Sitzungen des Rates und der Ausschüsse sowie im Bürgermeisterbüro wird fair gehandelter Kaffee und ein weiteres Produkt aus fairem Handel ausgeschenkt bzw. gereicht.

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Kriterium 2: Steuerungsgruppe

Eine Steuerungsgruppe wird gebildet, die auf dem Weg zur Fairtrade-Town und darüber hinaus die Aktivitäten vor Ort koordiniert. Diese Gruppe besteht aus mindestens drei Personen aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft.

Kriterium 3: Fairtrade-Produkte im Sortiment

In sechs lokalen Einzelhandelsgeschäften einschließlich Floristen sowie in drei Cafés/Restaurants werden mindestens zwei Produkte aus fairem Handel angeboten.

Kriterium 4: Zivilgesellschaft

Jeweils eine Schule, ein Verein und eine Kirchengemeinde (öffentliche Einrichtungen) setzen Informations- und Bildungsaktivitäten zu fairen Handel um und bieten Produkte aus fairem Handel an.

Wer Fragen zu dem Projekt hat oder sich beteiligen möchte, für den steht David Theobald gern zur Verfügung. Aufgerufen sind alle Einzelhändler, Vereine, Gastronomen, Schulen, Kirchen und engagierte Bürger, die sich an dem Projekt beteiligen wollen.


Kontakt

Stadt Saalfeld/Saale
David Theobald
Markt 1
07318 Saalfeld/Saale

T: +493671598208

E: kepol@stadt-saalfeld.de


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