Leipzig. Die Stadt Leipzig hat in enger Zusammenarbeit mit den Unternehmen der L-Gruppe einen Rahmenplan zur Umsetzung der Mobilitätsstrategie 2030 vorgelegt. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf einer ökologisch, wirtschaftlich und sozial nachhaltigen Mobilität, die niemanden ausschließt, sowie auf der Förderung des Umweltverbundes. Neben konkreten Maßnahmen wird auch ein möglicher Zeithorizont zur Umsetzung präsentiert.

Grundlage für die Erarbeitung des Rahmenplans war der Stadtratsbeschluss zur Mobilitätsstrategie 2030 vom September 2018. Der Stadtrat hatte sich nach einem umfangreichen, mehrjährigen Prozess zur Entwicklung von  Mobilitätsszenarien einstimmig für das Nachhaltigkeitszenario als Grundlage für alle weiteren Planungen im Bereich Verkehr und Mobilität entschieden.

Zum jetzt vorliegenden Bündel an Maßnahmen zählen insbesondere Vorhaben, die den Rad- und Fußverkehr stärken und die Attraktivität des Öffentlichen Personennahverkehrs fördern sollen. Der Rahmenplan zeigt mit dem Infrastrukturprogramm zudem Wege zum Erhalt sowie dem Neu- und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur auf und nimmt in den Blick, wie die Verkehrssicherheit in Leipzig erhöht werden soll. Ein wesentlicher Bestandteil des Infrastrukturprogramms sind die Komplexmaßnahmen der Stadt mit den Unternehmen der L-Gruppe. Weitere identifizierte Handlungsfeldercsind die Weiterentwicklung des Verkehrsmanagements, die Erarbeitung innovativer Lösungen für den Wirtschaftsverkehr, Verbesserungsmöglichkeiten für Pendlerströme und Stadt – Umland – Beziehungen sowie die Suche nach langfristigen Lösungen für den ruhenden Verkehr.

Zudem wurden sechs Querschnittsthemen herausgearbeitet, die alle Handlungsfelder betreffen. Hierunter fallen entscheidende Faktoren und Bedingungen, um den Rahmenplan umzusetzen: etwa unter den Schlagworten Digitalisierung, Finanzierung, Kommunikation und der Aufteilung des Verkehrsraumes.

Federführend bei der Erarbeitung des Rahmenplanes war das Verkehrs- und Tiefbauamt. Mit dem zeitweilig beratenden Ausschuss Verkehr und Mobilität des Stadtrates, der eigens zur Begleitung der Mobilitätsstrategie 2030 etabliert wurde, erfolgte zudem ein sehr konstruktiver Austausch. Zudem waren insbesondere die Unternehmen der L-Gruppe aber auch weitere städtische Ämter und Experten in den gesamten Erarbeitungsprozess aktiv eingebunden und haben wesentlich zu den Inhalten der Vorlage beigetragen.

In der Ratsversammlung im Juli soll der Rahmenplan im Stadtrat diskutiert werden. Nach der Beschlussfassung erarbeitet die Verwaltung bis Ende dieses Jahres ein Konzept, wie die Leipzigerinnen und Leipziger zu den Plänen informiert und an der Diskussion beteiligt werden können. Sie sollen unter anderem daran mitwirken, Maßnahmen in den identifizierten Handlungsfeldern zu priorisieren.

Weitere Informationen zur Mobilitätsstrategie 2030 gibt es online unter www.leipzig.de/mobilitaetsstrategie.


- weitere Beiträge -

Keine Beiträge gefunden.