Experiment fliegt wortwörtlich „allen um die Ohren“
Rudolstadt. Am gestrigen Abend stellte sich ein Experiment einer Familie aus Rudolstadt als besonders explosiv heraus. Anwohner der Gartenstraße hatten über eine Onlineplattform 10 kg Trockeneis erworben. Ziel war es, laut Aussagen der späteren Beschuldigten, dampfende Cocktails, wie man es zuvor im Fernsehen gesehen hatte, herzustellen. Dazu befüllten die Beteiligten PET-Flaschen mit warmen Wasser und Trockeneis – es entstand Panik als bemerkt wurde, dass zwischenzeitlich hoher Druck innerhalb des Gemisches entstanden war. Daraufhin entschloss man sich, die gefüllten Flaschen aus dem Fenster in den Hinterhof zu werfen – mehrere dieser Flaschen explodierten daraufhin.

Als die hinzugerufenen Beamten den Sachverhalt vor Ort aufnahmen, wurde eine weitere Flasche aus dem Fenster geworfen, wodurch es erneut zur Detonation kam und mehrere Personen, einschließlich der beiden Polizisten, ein Knalltrauma erlitten. Hauptverantwortlich für die Tat ist bisherigen Erkenntnissen zufolge ein 20-jähriges Familienmitglied – rechtliche Schritte gegen weitere Personen im Alter zwischen 11 und 43 Jahren werden geprüft. Die KPI Saalfeld ermittelt wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion – ein Entschärfer kam nicht zum Einsatz. Bis auf das beschriebene Knalltrauma blieben alle Beteiligten unverletzt.


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