Jena. Am Montag dem 22. 6. ab 11:00 Uhr wird in Jena eine seltene Himmelserscheinung erwartet. Die US-amerikanische B61 12 Atombombe wird über der Innenstadt zu sehen sein. Genau genommen ist es ein 1:1 Modell dieser Bombe, das in etwa 40 Metern Höhe über der Saalestadt erscheint.

Diese Bombe entspricht den 20 Atombomben, die die USA im Rahmen der so genannten Nuklearen Teilhabe in der Eifel stationiert haben. Der Trägerkreis Rüstungskonversion Jena kritisiert, dass Verteidigungsministerin Frau Kramp-Karrenbauer im Windschatten von Corona den Kauf von 45 amerikanischen (!) Kampfjets zum Abwurf dieser Atombomben durch die Bundeswehr durchsetzen will. Die Aktiven möchten mit ihrer Aktion darüber informieren, wie Deutschland mit unseren Steuern umgeht und protestieren gegen die  Modernisierung der in Deutschland stationierten Atombomben. Der Trägerkreis empfiehlt, im Zuge des, von Präsident Trump in Aussicht gestellten, Abzugs von 25 Prozent der US Streitkräfte aus Deutschland, diese Bomben gleich mit nach Übersee zu nehmen.

Die Aktion drängt auf die Umsetzung des Bundestagsbeschlusses von 2010, der die Regierung mit breiter Mehrheit dazu auffordert, „sich mit Nachdruck für den Abzug der letzten Atomwaffen aus Deutschland einzusetzen“.

Warum aber hängt die Bombe über unseren Köpfen in Jena? Nicht zuletzt weil die JENOPTIK AG ihr Rüstungsgeschäft wieder verstärkt hat. „Bekanntlich sind Rüstungsstandorte im Krieg beliebte Ziele für Präventivschläge und Bombardements. Das wollen wir Jena ersparen!“, gibt der Trägerkreis zu bedenken.

Infostand Jena Innenstadt 11:00 – 18:00 Uhr (Weigelstraße, Ecke Johannisstraße)

Um 18:00 Uhr beginnt dort eine Theaterperformance der Freien Bühne Jena zum Thema.

Quelle: Trägerkreis Rüstngskonversion – jena-entruestet.de


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