Jena. In Jena gibt es seit heute keine dem Gesundheitsamt bekannten Corona-Fälle mehr. Darüber informierten heute Stabsleiter Benjamin Koppe und Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche. Die letzte Person, die an COVID-19 erkrankt war, konnte nach einem negativen Test heute aus der Quarantäne entlassen werden.

Benjamin Koppe sieht den Kurs der vergangenen Monate bestätigt:

„Unsere Maßnahmen der Jenaer Bündel-Strategie waren richtig. Nach den hohen Fallzahlen Mitte März, die vor allem durch die Reiserückkehrer entstanden, ist es uns mit frühzeitigem Handeln und strengeren Regeln gelungen, die Ausbreitung des Virus in der Stadt auf einem sehr geringen Niveau zu halten.“

Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche dankte den Jenaerinnen und Jenaern für das vorbildliche Verhalten in den letzten Wochen, vor allem aber zu Beginn der Krise.

„Der respektvolle Umgang mit den Mitmenschen, das Abstandhalten und natürlich das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckungen – zum großen Teil selbst hergestellt und deutlich früher als im Rest Deutschlands – waren wichtige Erfolgsfaktoren. Ich bin stolz auf meine Stadt.“

Inzwischen ist wieder – wenn auch mit Einschränkungen – viel Normalität möglich: Gastronomiebetriebe haben geöffnet, Schulen und Kitas öffnen nach und nach, beginnend mit dem 1. Juni ist wieder ein Besuch des Freibads möglich.

Gerade deshalb mahnen Nitzsche und Koppe, dass die Disziplin bezüglich der Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln, das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckungen in Geschäften und im ÖPNV sowie der Nachverfolgungsmöglichkeiten von Infektionsketten weiter aufrecht erhalten werden müsse.

„Wenn nun durch die Lockerungen wieder mehr Menschen auch von außerhalb nach Jena kommen, kann das Virus auch wieder mit eingeschleppt werden. Deswegen müssen wir vorsichtig handeln, um keine zweite Welle und damit einen neuen Lockdown zu riskieren.“, so Koppe.

Auch die Thüringer Oberbürgermeister haben diese Forderungen in einem gemeinsamem Appell an die Landesregierung unterstrichen.

Jenaer Statistik seit dem 14. März
159 gemeldete Corona-Fälle, 3 Todesfälle, 156 genesene Personen
Die bislang letzte Ansteckung mit dem SARS-CoV-2-Virus wurde am 12. Mai 2020 gemeldet.

KiTa-Gebühren

Im Zuge der Umstellung von der Notbetreuung auf einen eingeschränkten Regelbetrieb ab kommenden Montag, stellen sich viele Eltern die Frage, wie sich dies auf die Kita-Gebühr auswirken wird. Hier gibt es grundsätzlich die Möglichkeit einer individuellen Einigung zwischen Eltern und Betreuungseinrichtung. Einige Träger bieten dies bereits an.

Für eine kommunale Gesamtlösung müsste die Kita-Gebührensatzung angepasst werden. Dies würde sich auf die Kita-Finanzierung des Trägers auswirken.

Die Stadt Jena hofft in diesem Zusammenhang auf eine Regelung des Landes, mit der die Gebühren den tatsächlich erbrachten Betreuungsstunden angepasst und die finanziellen Einbußen für die Träger ausgeglichen werden.

So lange es aber keine konkreten Aussagen gibt, muss an der bisherigen Gebührenerhebung festgehalten werden.


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