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Soziale Projekte und gute Nahversorgung sind Schwerpunkte der Dorferneuerung

Erfurt. „Die Entwicklung unserer Dörfer kann nicht losgelöst von den Menschen geschehen, die dort ihr Zuhause haben. Starke Dörfer brauchen eine starke Gemeinschaft, die zukunftsweisende Projekte mitträgt und mit Leben füllt. Die Förderbedingungen für Mittel aus dem Dorferneuerungsprogramm setzen genau da an. Im laufenden Jahr werden wir rund 33,5 Millionen Euro aus dem Dorferneuerungsprogramm für 381 Dörfer bereitstellen“, sagte Infrastrukturminister Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff mit Blick auf die aktuelle Förderperiode.

Von den im Haushaltsjahr 2020 zur Verfügung stehenden Mitteln sind rund 29,5 Millionen Euro für kommunale Zuwendungsempfänger und rund 4 Mio. Euro für private Zuwendungsempfänger vorgesehen.

„In der aktuellen Förderperiode unterstützen wir vor allem soziale Projekte für eine gute Nahversorgung in den Orten. Aktuell wurden bereits über 19 Millionen Euro für kommunale und private Projekte der Dorferneuerung bewilligt. Mit diesen Mitteln unterstützen wir Initiativen, die die Lebensqualität vor allem für ältere Menschen und Familien weiter verbessern und die nachhaltige Gemeindeentwicklung befördern. Die Dorfentwicklung verfolgt dabei einen ganzheitlichen Ansatz und wir legen großen Wert auf eine bürgerschaftliche Beteiligung an den Projekten“, so Minister Hoff weiter.

Das Dorferneuerungsprogramm ist eines der zentralen Instrumente der Landesregierung zur Unterstützung und Entwicklung des ländlichen Raumes. Gemeinden, die in das Förderprogramm zur Dorfentwicklung und Dorferneuerung aufgenommen werden wollen, benötigen die Anerkennung als Förderschwerpunkt, die sie auf Basis eines Gemeindlichen Entwicklungskonzepts (GEK) erlangen. Innerhalb eines Zeitraumes von fünf Jahren können die Gemeinden ihre Projekte umsetzen. Wurden in der Vergangenheit vordringlich Investitionen in die Sanierung dörflicher Infrastruktur unterstützt, sind in der laufenden Förderperiode Projekte der Daseinsvorsorge und der sozialen Infrastruktur im Fokus.

Die Fördermittel des Dorferneuerungsprogramms kommen aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) sowie der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK). Voraussichtlich stehen Thüringen für die nächsten Jahre für die Dorferneuerung und -entwicklung jährlich rund 30 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung.

Seit 1991 wurden im Rahmen der Dorferneuerung und Dorfentwicklung in Thüringen etwa 1.900 Dörfer als Förderschwerpunkt anerkannt und rund 1,04 Milliarden Euro Fördermittel ausgezahlt. Das damit ausgelöste Volumen öffentlicher und privater Investitionen bewegt sich in einer Größenordnung zwischen 1,5 und 2 Milliarden Euro.

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