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Erfurt. Einer Analyse des Robert-Koch-Instituts zufolge tragen die Pflege bzw. Care-Berufe ein deutlich erhöhtes Gesundheitsrisiko in Zeiten der Corona-Infektionswelle. Infektionen mit dem Coronavirus betreffen in Deutschland überdurchschnittlich oft Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Krankenhäusern sowie Alten- und Pflegeheimen.

„Dieses Risiko zu tragen ist keine Selbstverständlichkeit. Ich schlage deshalb eine Aufstockung des Corona-Pflegebonus des Bundes auf insgesamt 1.500 Euro vor“, so die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Dr. Cornelia Klisch. „Der Bonus ist kein Ersatz für höhere Löhne, die es ohne Zweifel in der Branche braucht und für die sich die SPD seit Jahren stark macht. Es wäre aber der erste Schritt und eine wichtige Wertschätzung, die in der Corona-Krise auch finanziell entlasten würde.“

Der Kofinanzierungsanteil Thüringens würde demnach 500 EUR pro Person betragen. Ausgehend von der Beschäftigtenstatistik für Thüringen würden für 19.159 Beschäftigte in der Altenpflege maximal 9,6 Mio. EUR benötigt und könnte durch das geplante Sondervermögen abgedeckt werden. Eine Berücksichtigung von Teilzeit-/Vollzeitanteilen erfolgte bei dieser Berechnung nicht. Entsprechend dürfte der Bedarf sogar niedriger anzusetzen sein.

Insgesamt haben sich seit Beginn der Corona-Krise mehr als 20.400 Mitarbeiter aus diesen Bereichen infiziert, teilte das Robert Koch-Institut (RKI) mit. Das entspreche etwa elf Prozent aller Infizierten.

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