Fotograf: Robert Pauli
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Jena. Fridays for Future Jena macht aus der Not eine Tugend: Da die Ortsgruppe große Demos derzeit nicht verantworten möchte, finden nun wieder Mahnwachen wie zu Beginn der Bewegung im wöchentlichen Turnus statt ‒ jedoch jeweils nur mit wenigen Personen. Somit wird im öffentlichen Raum wieder Aufmerksamkeit für die Klima-Krise geschaffen und zugleich besonnen mit der Corona-Pandemie umgegangen.

„Die Aufhebung der Personenzahl-Beschränkungen für Kundgebungen haben wir zur Kenntnis genommen, halten aber aktuell nicht alles Erlaubte auch für angemessen“, sagte Vincent Leonhardi. „Wir sind unter dem Motto ,fight every crisis‘ ‒ jede Krise bekämpfen ‒ auf der Straße gewesen, und das nehmen wir auch für Corona ernst.“

Am 08. und 15.05. fanden die ersten beiden neuen Mahnwachen mit jeweils weniger als zehn Teilnehmenden, Abstand und Atemschutz statt. Die Forderung nach Klimagerechtigkeit war mit großen Bannern auf dem Holzmarkt dennoch unübersehbar. Johanna Mentzel sagte am Rande der Mahnwache: „Die Pandemie hat viele wichtige Themen aus der Wahrnehmung verschwinden lassen, selbst die mittelfristig größte Bedrohung des Lebens auf Erden, die Klimakrise. Dem wollen wir hier entgegenwirken, gerade weil dieser aktuelle Einschnitt der Menschheit auch die Chance bietet, zur Besinnung zu kommen ‒ und den Neustart dann nicht weiter in unendlichem Wachstumsdrang sondern mit einem tragfähigeren Konzept anzugehen!“

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