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Jena. Diese Ausstellung hatte es nicht leicht! Der Tag der geplanten Eröffnung, der 13. März, wurde zum Tag der Schließung. Künstler, Redner und Gäste mussten wieder umkehren und am Tag der geplanten Vernissage fand die Rückreise statt. Immerhin konnte die Schau dann am 28. April doch noch öffnen und unter den üblichen Hygienevorschriften besucht werden. Zunächst begann alles etwas verhalten, aber die Besucherzahlen steigerten sich stetig und sind nun fast auf gewohnter Höhe.

Trotz kurzer Laufzeit müssen wir die Ausstellung jedoch am kommenden Sonntagabend schließen, denn die nächste Schau („Hölderlins Orte“) ist mit unseren Partnern fest verabredet und beginnt am 13. Juni.

Für eine Besuch der vielschichtigen Ausstellung „Edition Augenweide“ bleiben also nur noch wenige Tage und wir möchten Sie herzlich einladen, diese Chance zu nutzen. Gemeinsam mit mit dem Lyriker Jörg Kowalski (Halle) gründete der Maler und Grafiker Ulrich Tarlatt (Bernburg) 1987 die EDITION AUGENWEIDE, einen Verlag für originalgrafische Publika­tio­nen in kleinen Auflagen. Inhalt, Aussehen und Verarbeitung der Bücher stehen ganz in der Tradition jener Publikationen, die vor 1989 in kleinen Auflagen jenseits staatlicher Druckge­nehmigungen entstanden sind und ein besonderes Kapitel deutscher Buchkunst im 20. Jahrhundert ausmachen.

In der EDITION AUGENWEIDE sind bis heute mehr als 50 Künstlerbücher erschienen, unter denen die 30 Almanache der Edition Common Sense die bedeutendste Einzelposition darstellen. Die Herausgeber haben sich bei der Konzeption der Reihe an den klassischen Almanachen – etwa an jenen aus dem Fritz Gurlitt Verlag – und an den Erscheinungsweisen des Samisdat (selbstverlegte DruckKunstWerke) orientiert. Im Jahrestakt wurden Künstler*innen und Schriftsteller*innen eingeladen, einen Beitrag zu schaffen und diesen als signierte Erstver­öffentlichung im Almanach zu publizieren. Im Dezember 1989, direkt nach dem Fall der Mauer, erschien der erste Band unter dem Titel Common Sense. Almanach für Kunst & Literatur. Mit rund 500 Einzelbeiträgen bietet die Edition bis heute einen exzellenten Überblick über die vor allem deutschsprachige Kunst- und Literaturszene und vereint viele bekannte mit weniger bekannten Künstler*innen und Schriftsteller*innen.

Die Ausstellung vermittelt einen Querschnitt aus dem überbordenden Fundus von 30 Jahren Redaktionsarbeit. Ausgestellt werden rund 100 Zeichnungen, Grafiken, Gedichte, Texte, Fotografien und Multiples.

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