Dresden in Zeiten des Corona-Virus – Update 24. März
Dresdner halten sich an Allgemeinverfügung

Ordnungsamt

Die Bürger und Unternehmen der Stadt halten sich weitgehend an die am Sonntag verschärfte Allgemeinverfügung des Freistaates. Das Ordnungsamt registrierte am gestrigen Montag lediglich 23 Meldungen über jetzt unzulässige Gruppenbildungen und 25 Meldungen über unerlaubte Spielplatznutzung. Von 20 unberechtigt geöffneten Geschäfte waren sieben Blumengeschäfte. Unerlaubte Wohnungspartys konnten gar keine ausgemacht werden.

Hilfsangebote

Die Corona-Pandemie bedeutet für sehr viele Menschen eine existentielle und auch psychische Ausnahmesituation. Auf www.dresden.de/corona gibt es eine neue Unterseite „Psychologische Hilfen“, zum Umgang mit Belastungen informiert und Hilfsangebote für Erwachsene und Kinder auflistet.

Der Psychosoziale Krisendienst des Gesundheitsamtes bietet ab sofort von Montag bis Freitag jeweils 9 – 17 Uhr eine telefonische psychologische Beratung (0351 – 488 53 41) an. Je nach Bedarf wird das ausgebaut. Von 17 – 23 Uhr übernimmt das Krisentelefon „Telefon des Vertrauens“ (0351 – 8041616) Das Dresdner Telefon des Vertrauens ist ein telefonisches Hilfsangebot für Menschen aus Dresden in seelischer Not.

Diese Zeit mit Kontaktarmut und Verzicht auf viele angenehme Aktivitäten kann insbesondere für Menschen mit psychischen Erkrankungen sehr herausfordernd sein. Das Dresdner Bündnis gegen Depression e.V.
hat weitere verfügbare Hilfsangebote auf seiner Website zusammengestellt: www.deutsche-depressionshilfe.de/dresden.

Die „Nachbarschaftshilfe für Dresden“ ist gut angelaufen: „Es ist schön zu sehen, dass die Dresdnerinnen und Dresdner in der aktuellen Situation zusammenhalten und füreinander da sind“, sagt Sozialbürgermeisterin Kristin Klaudia Kaufmann. Nachbarn helfen Senioren beim Einkaufen und bringen Medikamente von der Apotheke mit, Musiklehrer geben ihren Schülern – mitunter unentgeltlich – Unterricht via Skype und Familienmitglieder, die weit entfernt voneinander wohnen, telefonieren jetzt häufiger miteinander als sonst. „Das sind immaterielle Effekte, die sich nicht beziffern lassen. Und doch tun sie unserer Stadtgesellschaft so gut“, so Kaufmann.

Hilfesuchende und freiwillige Helfer wenden werden über 0351 4 88 53 22 oder gesundheitsamt-corona@dresden.de zueinander vermittelt. Auch die Stadtverwaltung selbst erhält Hilfsangebote aus der Bevölkerung. So berichtet etwa aus dem Rathaus Plauen eine Sozialarbeiterin der Offenen Altenhilfe dankbar über einen vietnamesischen Obstladen auf der Chemnitzer Straße, dessen Mitarbeiter für Bedürftige kostenlos Atemschutzmasken nähen und auch ihr eine zur Verfügung gestellt haben.

Kita-Notbetreuung

Nach der Erweiterung des Anspruchs auf Kita-Notbetreuung stieg die Zahl der betreuten Kinder von zuletzt durchschnittlich 600 Kindern auf heute 746 Kinder, davon 263 Kinder in Horten bzw. der Ganztagsbetreuung. Ein Anspruch auf die Notfallbetreuung liegt seit gestern auch bei Gesundheits- und Pflegeberufen sowie der Polizei vor, wenn nur ein Elternteil (Sorgeberechtigter) in einem dieser systemrelevanten Berufen tätig ist.


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