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Corona und Psyche

Psychiatrische Kliniken des UKJ haben umfassendes Notfallkonzept erarbeitet, um psychisch belastete Patienten weiterhin zu versorgen.

Jena. Für viele Menschen ist die derzeitige Situation rund um das Coronavirus mit der Fülle an Informationen, Unsicherheiten und Einschränkungen belastend, auch beängstigend. „Gerade bei Menschen, die psychisch belastet sind, können sich dadurch Symptome weiter verstärken“, sagt Professor Martin Walter, Leiter der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Uniklinikum Jena (UKJ). „Umso wichtiger ist es für uns, die Versorgung von psychisch belasteten Menschen weiterhin zu gewährleisten“, so der Psychiater weiter. Daher haben die psychiatrischen Kliniken – das sind die Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie, Gerontopsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie sowie in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie –ein umfassendes gemeinsames Notfallkonzept erstellt. Es ist in Zusammenarbeit der drei Leiter der psychiatrischen Kliniken, der Pflegeleitung und der Krankenhaushygiene des UKJ entstanden.

Folgende Regeln gelten in den psychiatrischen Kliniken:

Es gilt – wie am gesamten Klinikum – Besuchsverbot. Nur in Ausnahmefällen und in Rücksprache mit dem jeweils zuständigen Pflegeteam kann davon abgewichen werden.

Die Notfallbehandlung ist für alle Altersgruppen jederzeit gewährleistet. Für alle anderen Behandlungsbereiche bestehen Einschränkungen.

Erwachsene Patienten:

Ambulante Notfälle stellen sich nach vorheriger telefonischer Anmeldung unter 03641-9390400 (täglich zwischen 08:00 und 15.30 Uhr) in der Tagesklinik in der Humboldtstraße 16 vor.

Um weiterhin für die Patienten da zu sein, ohne dass die Kliniken betreten werden müssen, bauen die psychiatrischen Kliniken derzeit eine Videosprechstunde auf, sodass Ärzte und Psychologen psychotherapeutische Gespräche mit ihren Patienten führen können. Die Videosprechstunde soll bis Ende März eingerichtet sein.

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Eine stationäre Aufnahme erfolgt nur mit Einweisungsschein. Vorher ist zudem Kontakt unter der Nummer 03641 – 9390611 aufzunehmen.

Psychiatrische behandlungsbedürftige Patienten, die sich in Quarantäne aufhalten müssen, bleiben in Zimmerquarantäne auf Station. Für solche mit positivem Corona-Befund eröffnen die Kliniken eine gemeinsame Altersgruppen übergreifende Isolierstation.

Kinder und Jugendliche:

Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie ist weiterhin geöffnet (Ambulanz für Notfälle, Stationen) und versorgt Patienten. Notfälle können rund um die Uhr gesehen werden. Elektivbehandlungen werden jedoch nicht durchgeführt, soweit dies medizinisch-therapeutisch vertretbar ist.

Auch für diese Altersgruppe gilt: Psychiatrische behandlungsbedürftige Patienten, die sich in Quarantäne aufhalten müssen, bleiben in Zimmerquarantäne auf Station. Für Patient/innen mit positivem Corona-Befund eröffnen die Kliniken eine gemeinsame Altersgruppen übergreifende Isolierstation.

Für kinder- und jugendpsychiatrischen Notfälle gilt die Telefonnummer 03641 – 9 390 557. Bei lebensbedrohlichen Notfällen bitte die Notfallnummer 112 anrufen. Die Kindernotaufnahme des UKJ ist unter 03641 9 328 000 erreichbar.

Die Tageskliniken für Kinder („Zauberzwerge“) und für Jugendliche („Steigerriesen“) sind derzeit bis auf Weiteres geschlossen.

Gruppentherapien werden deutlich eingeschränkt oder finden nicht mehr statt.

Die Besuchs- und Ausgangsregelung für stationäre Patienten unterliegt deutlichen Einschränkungen. So sind derzeit keine Wochenendbeurlaubungen von Stationen mehr möglich.

Ausführliche Informationen, Ansprechpartner und Kontaktmöglichkeiten finden sich auf der Homepage der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie.

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