und schärfere Repressionen für Gefährder

Weimar. „Wir Piraten vermissen eine bessere Differenzierung in der Corona-Krise“, sagt Stadtrat Oliver Kröning. Zwar ist die Stadtverwaltung Weimar zu loben, dass sie im Gegensatz zur Landes- und Bundesregierung Handlungsfähigkeit zeigt, aber die eine oder andere Stellschraube müsste noch optimiert werden.

So müssten besonders gefährdete Menschen, also vor allem Senioren besser geschützt werden. Es muss auch in Weimarer Supermärkten spezielle Zeitfenster für Menschen ab 65 Jahren und andere Gefährdete geben. Beispielsweise dürften weniger gefährdete Menschen in der Zeit von 10 bis 12 Uhr nicht einkaufen gehen. So wird dies in etlichen Ländern gehandhabt.

Umgekehrt müsste es aber auch schärfere Repressionen gegen Gefährder geben. So sollte etwa der Verkauf, Weitergabe und Konsum jeglicher Tabakwaren sofort verboten werden. Raucher husten erheblich häufiger als Nichtraucher und sorgen somit für eine wesentlich größere Ausbreitung von Viren. Jeder muss aktuell einen Beitrag leisten, überproportionale Gefährder allerdings einen größeren.

Eine allgemeine Ausgangssperre auch für Einzelpersonen lehnen wir aber entschieden ab. Wer alleine im Wald oder im Park läuft oder radelt und stets Abstand hält, gefährdet niemanden, sondern stärkt vielmehr seine Gesundheit.

Oliver Kröning
Mitglied des Stadtrates Weimar.


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