Prämien für umwelt- und klimagerechte Bewirtschaftung werden wie geplant ausgezahlt

Dresden. Derzeit erhalten sächsische Landwirte knapp 41 Millionen Euro für die umwelt- und klimagerechte Bewirtschaftung ihrer Flächen im Jahr 2019. Begünstigt sind fast 3.600 Antragsteller, die am sächsischen Agrarumwelt- und Naturschutzprogramm teilnehmen. Dies sind vorwiegend Landwirte, aber auch Umwelt- und Landschaftspflegeverbände oder Einzelpersonen. Die Agrarumweltprämie wird für den erhöhten Aufwand oder den sich aus den Verpflichtungen und Auflagen ergebenden Einkommensverlust gezahlt.

Sachsens Landwirtschaftsminister Wolfram Günther betont: »Diese Mittel wie auch andere Förderungen vor allem für Landwirte werden wie geplant ausgezahlt – ungeachtet der Corona-Epidemie.« Zudem würdigte Günther das Engagement der Beteiligten. »Die Betriebe, die Umwelt- und Landschaftspflegeverbände und die Einzelpersonen haben sich freiwillig verpflichtet, ihre Flächen für mindestens fünf Jahre besonders natur-, umwelt- und klimaschutzgerecht zu bewirtschaften. Das kommt der Artenvielfalt und besonders Vögeln und Insekten zu Gute. Das schont die Böden, das Grundwasser und das Klima. Dieses vorbildhafte Engagement unterstützen wir«, so der Minister.

Rund 43 Prozent der im Agrarumweltprogramm des Freistaates befindlichen Ackerfläche von insgesamt über 54.000 Hektar werden mit dem Ziel bewirtschaftet, die biologische Vielfalt zu steigern. Bei einigen Vorhaben werden ausschließlich Pflanzenschutzmittel verwendet, die auch im ökologischen Landbau zugelassen sind. Düngemittel werden nicht oder nur stark eingeschränkt verwendet.

Teile der Ackerflächen werden ganz aus der Produktion genommen und bieten insbesondere Insekten und Vögeln aber auch anderen Wildtieren Lebensraum und Nahrung. Aber auch dort, wo landwirtschaftliche Produktion zugelassen ist, dienen die Umweltmaßnahmen der biologischen Vielfalt oder begünstigen die Vögel der Feldflur. Auf Ackerland werden darüber hinaus Vorhaben durchgeführt, mit denen Belastungen von Grundwasser und Oberflächengewässern verringert werden. Nicht zuletzt mindern oder vermeiden diese Vorhaben auch die Erosion.

Zudem werden auf knapp 58.000 Hektar Grünland Agrarumweltmaßnahmen durchgeführt. Dabei sind bestimmte Vorhaben auf spezifische Ziele ausgerichtet. So werden beispielsweise artenreiche Magerrasen- und Offenlandbiotope erhalten oder entwickelt oder Vorkommen des Hellen und des Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings geschützt, zweier gefährdeter Schmetterlingsarten.

Finanziert werden die Maßnahmen aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) und aus sächsischen Haushaltsmitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes. Die Förderung besteht zu 75 Prozent aus EU-Mitteln und zu 25 Prozent aus Landesmitteln. Ausnahme sind drei Vorhaben, die vollständig aus EU-Mitteln finanziert werden. Weitere Informationen finden sich unter www.smul.sachsen.de/foerderung/3313.htm

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Weitere Informationen zu Fördermitteln | https://www.smul.sachsen.de/foerderung/3313.htm.


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