Böllerangriff auf eine FDP-Politikerin in Barth wohl „Dummer-Jungen-Streich“

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Barth. Der mutmaßliche Böllerangriff auf eine FDP-Politikerin und ihre Tochter vor ihrem Wahlkreisbüro in Barth ist nach derzeitigem Ermittlungsstand des Staatsschutzes der Kripo Anklam nicht politisch motiviert gewesen.

Eine Gruppe Kinder und Jugendlicher war am Samstagmittag in Barth unterwegs. Einer der Jugendlichen soll an verschiedenen Stellen Feuerwerkskörper gezündet haben – unter anderem auch in Richtung des Hauses, vor dem sich die Politikerin mit ihrem Kind aufgehalten habe. Anschließend sei die Gruppe in Richtung Markt gelaufen.

Am Tag des Vorfalls hatte die Politikerin selbst über soziale Netzwerke den Vorfall bekanntgegeben. Durch eine Medienanfrage zu den Angaben auf dem Nachrichtendienst Twitter hat die Polizei am Sonntag von dem Sachverhalt erfahren. Da zu diesem Zeitpunkt keine Anzeige vorlag, nahmen die Beamten von Amtswegen eine Anzeige auf. In Zusammenarbeit mit den Beamten des Reviers Barth und der Kriminalkommissariats-Außenstelle Barth haben die Kripo-Beamten des Staatsschutzes weitere Ermittlungen getätigt. Inzwischen ist einer der Jugendlichen aus der Gruppe im Revier erschienen, um zu den Vorkommnissen am Samstag eine Aussage zu machen. Befragungen weiterer Beteiligter sind ebenfalls erfolgt.

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Der Verdacht einer politisch motivierten Tat hat sich nicht bestätigt.

Unabhängig davon sind Böllerwürfe auf Personen ausdrücklich kein „dummer Jungenstreich“. Daher dauern die Ermittlungen wegen des Anfangsverdachts einer versuchten gefährlichen Körperverletzung an.


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