Jena. Das Stadtmuseum bietet in dieser Woche noch zwei Vortragsveranstaltungen an:

Übermorgen, am Donnerstag, dem 23. Januar, berichtet ab 18 Uhr Frank Döbert über spezifische Erkenntnisse zu Bauhaus-Architekten während der NS-Zeit. Obgleich Nationalsozialisten das „linke“ Bauhaus während der Weimarer Zeit angriffen, duldete das Regime die Ideen und die Ästhetik nach 1933 in bestimmten Bereichen. Die SS griff sogar auf Bauhaus-Architekten zurück, als nach einem Barackentyp für die Konzentrationslager gesucht oder – wie in Buchenwald – die Kommandantenvilla zu entwerfen war. Die Biografien des zwangsverpflichteten Franz Ehrlich und des überzeugten Nationalsozialisten Fritz Ertl, beide Absolventen des Dessauer Bauhauses, werden exemplarisch vorgestellt.

Der Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 4 Euro.

Am Sonnabend, dem 25. Januar, können dann Freunde des Jugendstils und des feinen Porzellans ihre Kenntnisse vertiefen. Ab 15 Uhr gibt Frau Dr. Claudia Kanowski vom Kunstgewerbemuseum Berlin einen Überblick über Formen und Entwicklung der Porzellankunst um 1900. Nicht zuletzt Ferdinand Selles frühe Burgauer Produkte gehören zum künstlerischen Aufbruch nach der Jahrhundertwende.

Der Besuch des Vortrags mit anschließendem Ausstellungsrundgang kostet 9 Euro, ermäßigt 6 Euro.

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