Jena. Wissenschaftler der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena erhalten für ihr Vorhaben „Forschungen zu intelligenten keramischen Funktionsmaterialien für innovative Anwendungen für Energie, Mobilität und Industrie 4.0“ eine Förderung von einer Million Euro. Fördermittelgeber ist die Carl-Zeiss-Stiftung.

Das Projektteam, geleitet von dem Chemiker Prof. Dr. Jörg Töpfer, Fachbereich SciTec, und dem Rektor der EAH Jena, Prof. Dr. Steffen Teichert, untersucht Fragestellungen rund um „intelligente Funktionskeramiken“. Darunter sind Keramiken mit elektrischen und magnetischen Eigenschaften zu verstehen, wie beispielsweise Piezo-Keramiken, die ihre Länge durch elektrische Spannungen ändern.

Zu den Zielen des Forschungsvorhabens gehören, neben der Entwicklung und Charakterisierung neuer Werkstoffe, auch die Neuentwicklung von Komponenten und Systemen, bis hin zur Anwendung in Prototypen, zum Beispiel bei selbstregulierenden Heizsystemen auf Basis von PTC-Keramik für den Einsatz in Elektrofahrzeugen.

„Die Förderung der Carl-Zeiss-Stiftung ermöglicht es uns in hervorragender Weise“, so Professor Töpfer, „unsere Forschung an keramischen Funktionswerkstoffen fortzusetzen. Dabei können wir sowohl grundlegende Aspekte als auch anwendungsnahe Probleme dieser Materialien untersuchen. Gleichzeitig wird die berufliche Qualifizierung unseres wissenschaftlichen Nachwuchses und junger Ingenieure unterstützt“.

Die Förderung startet am 1. Mai dieses Jahres und hat eine Laufzeit von drei Jahren.


Die Carl-Zeiss-Stiftung

hat sich zum Ziel gesetzt, Freiräume für wissenschaftliche Durchbrüche zu schaffen. Als Partner exzellenter Wissenschaft unterstützt sie sowohl Grundlagenforschung als auch anwendungsorientierte Forschung und Lehre in den MINT-Fachbereichen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). 1889 von dem Physiker und Mathematiker Ernst Abbe gegründet, ist die Carl-Zeiss-Stiftung die älteste private wissenschaftsfördernde Stiftung in Deutschland. Sie ist alleinige Eigentümerin der Carl Zeiss AG und SCHOTT AG. Ihre Projekte werden aus den Dividendenausschüttungen der beiden Stiftungsunternehmen finanziert.

Die Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena
ist Thüringens drittmittelstärkste Hochschule für angewandte Wissenschaften. Ihre Vernetzung mit Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft sorgt für eine optimale Ausbildung. Die meisten Abschlussarbeiten entstehen in Zusammenarbeit mit den Partnern. Die 1991 gegründete Hochschule ist regional eng verbunden und international orientiert. Sie bietet ihren Studierenden ein innovatives, wissenschaftlich solide fundiertes und praxisnahes Studium.

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