Weimar. Am 11. Januar erhielt die Polizei gegen 17:40 Uhr über Notruf die Mitteilung zu einer größeren Personengruppe auf dem Marktplatz in Weimar. Aus dieser Gruppe heraus sollen verfassungsfeindliche Parolen gerufen worden sein. Im Rahmen der unverzüglich veranlassten Einsatzmaßnahmen konnte die besagte Gruppe am Neptunbrunnen auf dem Marktplatz festgestellt werden. Wie sich herausstellte, handelte es sich um eine nicht angemeldete Fanveranstaltung zweier “YouTuber”. Nach weiteren Hinweisen vor Ort erhärtete sich bzgl. der verfassungsfeindlichen Parolen der Tatverdacht gegen einen 15-Jährigen aus dem Weimarer Land. Gegen ihn wurde ein Verfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet.

Während des Fantreffens entstand, vor allem aufgrund des übermäßigen Alkoholkonsums zahlreicher Teilnehmer, eine erhebliche Lärmbelästigung und Verunreinigung des Platzes. In der Folge wurde die Veranstaltung durch die Polizei aufgelöst. Mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei konnten insgesamt 54 Personen identifiziert und des Platzes verwiesen werden.

Während des Einsatzes wurden sieben weitere Strafverfahren eingeleitet, u.a. wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung sowie des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz. Neben Kräften der Polizeiinspektion Weimar und der Bereitschaftspolizei war auch die Bundespolizei zur Sicherung des Bahnhofs Weimar eingesetzt. Viele der Teilnehmer reisten extra mit dem Zug an.

Der Bereich um den Neptunbrunnen musste durch Mitarbeiter der Stadt Weimar gereinigt werden.

Die Ermittlungen zu möglichen weiteren Tätern und Zeugen der verbotenen Parolen dauern an.

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