Gastronomie im Schweriner Schloss neu aufgestellt

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Seit dem 1. Januar 2020 verantwortet die Schweriner Schloss Restaurant GmbH die Gastronomie am und im Schweriner Schloss. Die landeseigene Gesellschaft betreibt alle drei bisherigen Standorte im Bereich der Orangerie, dem Bischofskeller und dem Schlosscafé weiter – allerdings mit einer veränderten Konzeption. Der zur Gründung der GmbH erforderliche Gesellschaftervertrag wurde am 16. Dezember 2019 notariell beurkundet, die notwendigen registerrechtlichen Eintragungen sind auf den Weg gebracht, weshalb das Unternehmen derzeit als GmbH in Gründung (i.G.) firmiert. Zum Geschäftsführer wurde der Schweriner Gastronom Arne Lawrenz bestimmt.

Voraussichtlich Ende Januar konstituiert sich der Aufsichtsrat der Gesellschaft, in dem alle Fraktionen des Landtages Mecklenburg-Vorpommern vertreten sein werden. Im Zuge der Aufstellung des Haushaltes 2020/2021 für das Land Mecklenburg-Vorpommern war die Gründung der landeseigenen GmbH beraten und im Ergebnis vom Landtag mit breiter Mehrheit beschlossen worden.

Landtagspräsidentin Birgit Hesse: „Ich freue mich über die Entscheidung des Parlamentes. Als Landtagspräsidentin und Präsidentin des Landestourismusverbandes liegt mir am Herzen, dass das Schweriner Schloss von möglichst vielen Menschen erlebt werden kann. Eine von Einheimischen wie Gästen geschätzte Gastronomie ist hierfür ein wichtiger Baustein. Dieser fügt sich ein in das Gesamtbild des Schlosses, mit dem wir auswärtige Gäste nach Mecklenburg-Vorpommern locken möchten und uns um den Status als Welterbe bewerben.“

Landtagsdirektor Armin Tebben stellt zum Betreiberwechsel fest: „Mit der neuen Struktur reagieren wir auf die einmaligen Herausforderungen der Schlossgastronomie und die daraus resultierenden Zielkonflikte, die bisher nicht befriedigend gelöst werden konnten. Unser Anspruch ist es, hier im Schloss durchgängig ein qualitativ hochwertiges gastronomisches Angebot für die Öffentlichkeit vorzuhalten. Das Bistro im Bischofskeller, die Bandbreite des so genannten Bankettgeschäftes für protokollarisch hochrangig besetzte Veranstaltungen sowie ausdrücklich auch für Vorhaben von häufig ehrenamtlich organisierten Veranstaltern mit geringen finanziellen Spielräumen sowie die erwähnte öffentliche Gastronomie in Schlosscafé und Orangerie stellen eine anspruchsvolle Aufgabe dar. All diese Bedarfe müssen in der Schlossgastronomie von einer zentralen Küche aus bedient werden. Betriebswirtschaftlich nachvollziehbare Entscheidungen seitens der Pächter haben in der Vergangenheit immer wieder dazu geführt, dass das öffentliche Interesse an für jedermann zugänglichen gastronomischen Angeboten auf der Schlossinsel in geringerem Maße berücksichtigt wurde. Aufgrund geschlossener Veranstaltungen in der Orangerie wurden der Öffentlichkeit beispielsweise parallel dazu keine gastronomischen Angebote gemacht. Dies wird sich ändern. Besucherinnen und Besucher der Schlossinsel wie des Schlosses sollen durchgängig entweder im Schlosscafé oder in der Orangerie einkehren können. Zudem wird der Bischofskeller für Familien-, Vereins- oder Betriebsfeiern buchbar sein. Die perspektivische Erweiterung um den Standort Medaillonsaal ist in absehbarer Zeit beabsichtigt. Mit dem veränderten Konzept soll vor allem auch die Welterbe-Bewerbung des Residenzensembles Schwerin unterstützt werden. Zu einem geschätzten wie lebendigem Welterbe gehört eine Gastronomie, die die Gäste aus Nah und Fern anspricht.“

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Arne Lawrenz, Geschäftsführer Schweriner Schloss Restaurant GmbH i.G.: „Ich bleibe weiterhin Inhaber meines Lokals in der Innenstadt. Dass eine erfolgreiche Schlossgastronomie meinem und anderen in der Umgebung des Schlosses gelegenen Restaurants oder Cafés schadet, schließe ich aus. Das Gegenteil ist richtig: Eine am Premiumstandort Schweriner Schloss erfolgreiche Gastronomie ist ein Gewinn für die Stadt insgesamt und letztlich auch für die Gastronomen der Umgebung. Sie wird die Bekanntheit des Schlosses weiter steigern – zum Wohle aller. Die Schwerinerinnen und Schweriner sowie deren Gäste können sich aktuell bereits auf gastronomische Angebote im Schlosscafé freuen. Mit dem Saisonbeginn in der Orangerie streben wir an, auch dort durchgängig bis Ende September Gerichte à la carte anzubieten. Zum Herbst wird sich das Schlosscafé dann in einem neuen Antlitz zeigen. Zudem wird es während der Schlossfestspiele – anders als zuletzt – möglich sein, vor Beginn der Aufführungen auf der Schlossinsel zu speisen.“

Bereits seit dem 1. Januar 2020 werden im Bischofskeller und dem Schlosscafé gastronomische Leistungen seitens des neuen Betreibers angeboten. Die für die vormalige Pächterin tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden nahezu vollständig übernommen. Die Gesellschaft erhält für das Jahr 2020 einmalig einen finanziellen Zuschuss, führt Pacht ab und muss sämtliche Kosten für Personal- und Sachausgaben sowie Investitionen erwirtschaften. Dies unterscheidet das am Markt agierende Unternehmen von an vergleichbaren Standorten in anderen Bundesländern wirkenden Staatsbetrieben.

Weitere Informationen zum Schweriner Schloss Restaurant finden Sie hier: https://www.schweriner-schloss-restaurant.de/


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