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Oberbürgermeister Schubert: „Wir wollen nicht nur reden, sondern konkrete Hilfe leisten.“

Potsdam. Die Landeshauptstadt Potsdam hat sich bereiterklärt, fünf unbegleitete Minderjährige aus einem der Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln aufzunehmen. Oberbürgermeister Mike Schubert: „Die humanitäre Katastrophe, die sich auf den griechischen Inseln abspielt, ist ein Armutszeugnis für Europa. Wir brauchen aber keine Bekundungen sondern entschlossenes, gemeinsames Handeln. Deshalb hat die Landeshauptstadt Potsdam gegenüber der Landesregierung angeboten, zunächst fünf unbegleitete Minderjährige aus einem der Flüchtlingslager aufzunehmen. Wir sind jederzeit in der Lage, diese aufzunehmen, unterzubringen und zu betreuen.“

Potsdam hat als koordinierende Stadt im Bündnis „Städte Sicherer Häfen“ die anderen 33 Mitgliedsstädte gebeten, ebenfalls zu prüfen, ob sie kurzfristig ebenfalls ein Kontingent an Kindern aufnehmen könnten. „Wir wissen, dass dies nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein wird. Aber es ist allemal besser, als den gesamten Winter über eine Diskussion über Verteilquoten zu führen, während sich vor Ort die Situation weiter dramatisch verschlechtert“, so Schubert. „Wir wollen mit gutem Beispiel vorangehen und konkrete Hilfe im Rahmen des Möglichen anbieten.“

Um eine langfristige Lösung für die Diskussion über die Verteilung zu finden, hofft Oberbürgermeister Schubert auf die baldige Aufnahme von Gesprächen unter direkter Beteiligung der Kommunen, die ihre Aufnahmebereitschaft bekunden. „Es darf nicht an der Diskussion über die Verfahren und Wege zwischen Bund und Ländern scheitern, wenn sich Städte freiwillig zur Aufnahme bereit erklären. Da muss man gemeinsam pragmatische Lösungen finden“, so Schubert.

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