Die Stadt Jena, namentlich der Kulturausschuss der Stadt, hat im Sommer einen Prozess
begonnen, an dessen Endpunkt die existierende Jenaer Kulturkonzeption für den Zeitraum
2021-2024 fortgeschrieben sein soll. Ziel ist es, das Kulturangebot künftig noch besser an den Bedürfnissen der Jenaer Bürgerinnen und Bürger auszurichten und gleichzeitig im Umfeld der Verhandlungen für die Zuschussvereinbarung von JenaKultur für den gleichen Zeitraum wichtige Erkenntnisse in Bezug auf sinnvolle Prioritätensetzungen und Entwicklungspotentiale zu gewinnen.

Dafür braucht die Stadt Jena möglichst viele Perspektiven und Impulse aus der Bürgerschaft. Deshalb wurde nun auch der Startschuss für eine Bürgerbefragung gegeben. 10.000 zufällig repräsentativ ausgewählte Personen wurden gebeten, bis zum 6. Januar 2020 einen Fragebogen zu beantworten. Darin wurde nach Gepflogenheiten, Vorlieben, Lieblingsorten, aber eben auch wahrgenommenen Defiziten im Kulturangebot der Stadt gefragt. Auf der Internetseite www.kulturkonzept-jena.de können weiterführende Informationen über das Projekt „Kulturkonzeption 2021-2024“ eingeholt und per Online-Fragebogen an der Bürgerumfrage teilgenommen werden. Zudem veröffentlicht die Stadt Jena auf dieser Internetseite Termine für Bürgerveranstaltungen wie z. B. einer Bürger-Kulturwerkstatt zur Präsentation der Umfrageergebnisse (geplant für Februar 2020) ebenso wie interessante Blogbeiträge über bereits stattgefundene Veranstaltungen und Termine.

Der Vorsitzende des Kulturausschusses, Dr. Jörg Vogel, formuliert folgende Bitte: „Ich habe eine herzliche Bitte an alle die, die einen Fragebogen per Post erhalten haben. Diese Auswahl erfolgte zufällig, aber repräsentativ. Bitte sorgen Sie persönlich dafür, dass auch die Antworten repräsentativ sind: Jeder Fragebogen mehr, der zurückgesendet wird, bedeutet ein Mehr an Aussagekraft der Umfrage. Nehmen Sie sich deshalb bei passender Gelegenheit die Zeit zum Ausfüllen. Es ist für einen guten Zweck. Danke!“ Und Jonas Zipf, Werkleiter von JenaKultur, stellt klar: „Jenas Kultur ist mehr als JenaKultur. Daher freue ich mich, dass wir nun als Grundlage der nächsten Zuschussvereinbarung für JenaKultur und Jenas Kultur die Vorlieben und Kritikpunkte der BürgerInnen unserer Stadt erfragen. Ganz besonders freuen würde es mich, wenn sich möglichst viele junge Leute an der Umfrage beteiligen.”

Der Eigenbetrieb JenaKultur vereinigt unter einer strategischen Leitung seit 2005 alle städtischen Kultur- und kulturellen Bildungsangebote. Zu ihm zählen Ernst-Abbe-Bücherei, Jenaer Philharmonie, Städtische Museen Jena, Musik- und Kunstschule und Volkshochschule. Neben diesen Einrichtungen gehören auch verschiedene Häuser zu JenaKultur, wie etwa Volksbad, Villa Rosenthal, Volkshaus, Stadtteilzeitrum Lisa sowie zahlreiche Sonderprojekte, alle Märkte und Stadtfeste und Kulturarena.
Nicht zu vergessen ist das gesamte städtische Tourismusmarketing mit der Jena Tourist-Information. Auch einige Aufgaben, die andernorts klassische Kulturämter wahrnehmen, sind in den Eigenbetrieb integriert, wie z. B. die Kulturförderung oder der Bereich Denkmale und Kunst im öff. Raum. Ungefähr 250 Menschen arbeiten bei JenaKultur. Das Besondere an der Jenaer Konstruktion ist das Aushandeln eines Zuschusses für jeweils 4 Jahre. So sollen Anreize geschaffen werden, die Eigenverantwortlichkeit, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit des Kulturbetriebs zu erhöhen.

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