Foto „Baumplakate 1“: Über 60 Baumplakate brachten Mitarbeiter des Fachdienstes Stadtgrün zusammen mit den Kindern am Mittwoch an. Mit dabei waren unter anderem (v.l.) Saphira Meißner, Lonie Eschrich, Valerie Trumpa, der stellvertretende Schulleiter Dirk Rätzer, Dejvis Sulaj, Uta Kröber vom Fachdienst, Carlotta Schein, Planerin Heidi Tiesler vom Fachdienst und Lena Schulze. (Foto: Stadt Gera/Catrin Heinrich)
Foto „Baumplakate 1“: Über 60 Baumplakate brachten Mitarbeiter des Fachdienstes Stadtgrün zusammen mit den Kindern am Mittwoch an. Mit dabei waren unter anderem (v.l.) Saphira Meißner, Lonie Eschrich, Valerie Trumpa, der stellvertretende Schulleiter Dirk Rätzer, Dejvis Sulaj, Uta Kröber vom Fachdienst, Carlotta Schein, Planerin Heidi Tiesler vom Fachdienst und Lena Schulze. (Foto: Stadt Gera/Catrin Heinrich)

Schüler*innen der Pfortener Schule und Geras Fachdienst Stadtgrün sensibilisieren für Achtsamkeit – 62 Plakate an den neu gepflanzten Bäumen in der sanierten Straße am Mittwoch angebracht

„Geht nach hinten was verloren, bist du zum Sammeln auserkoren“ … Sprüche wie dieser mit sinngemäßen Zeichnungen zieren ab heute (Mi. 11.12.) die Plauensche Straße. Sie hängen als laminierte Plakate an den Dreiböcken rund um 25 neu gepflanzte Traubenkirschen von der Kreuzung Robert-Koch-Straße bis zur Tschirchstraße. Viertklässler*innen der Pfortener Schule gestalteten die Plakate. Mit ihnen bitten sie auf bunte, witzige oder deutliche Weise die Bewohner, achtsam mit den neu angelegten Grünflächen umzugehen und auf die Entsorgung von Hundekot zu achten.

So schön jetzt die Zeichnungen sind, so betrüblich sei der Auslöser dieser Aktion, so der Städtische Fachdienst Stadtgrün. Denn Achtsamkeit und Sauberkeit im Viertel sei leider nicht für alle selbstver­ständlich. Im Fachdienst kommen häufig Beschwerden über herumliegende Ziga­ret­ten­kippen und nicht entfernte Hinterlassenschaften von Vierbeinern an. Auch das Durch“trampeln“ der Grünflächen erfreue sich einiger Beliebtheit, wie die Fachdienstbeschäftigten feststellen. Meist seien es nur einige wenige Personen, die die Straßen zur Müllentsorgung nutzen oder Hundekot nicht beräumen. Diese sollen sensibilisiert werden – auch zum Schutz der neu gepflanzten Bäume und Sträucher. Mit der Leitung in der Pfortener Schule und den Viertklässler*innen fand die Stadtverwaltung aufgeschlossene Partner.

„Ich finde, die Baumplakate-Galerie der Kinder ist super geworden“, so Claudia Baumgartner. Geras Dezernentin für Bau und Umwelt dankte den Viertklässlern und der Schulleitung sowie ihrem Team im Fachdienst Stadtgrün für die Initiative. Die Fachdienst-Mitarbeiterin für die Planung von Freianlagen, Heidi Tiesler, hatte im Ethikunterricht in der Pfortener Schule mit den Kindern zur biologischen Vielfalt, zu Umwelt- und Baumschutz gesprochen. Dabei erlebte sie sehr „aufgeweckte Diskussionen und die Kinder verstanden schnell, wie wichtig Umwelt­schutz ist und dass neue Grünflächen auch Geld kosten. Es ist klasse, was für schöne Plakate entstanden sind. Sie kommen jetzt hoffentlich gut an“, wünscht sich Heidi Tiesler.

Zur „Galerieeröffnung“ in der Plauenschen Straße schwärmt auch Dirk Rätzer von den Plakaten seiner Schüler*innen. „Die Kinder hat das Thema Umwelt­schutz sehr angesprochen. Sie und ihre Familien werden ihren Schulweg und das Schulumfeld sicher bewusster wahrnehmen als vorher. Ich bin jetzt gespannt, ob die Plakate auch nützen“, so Rätzer.

Am Mittwoch waren auch die Klassen­sprecher und ihre Stellvertreter der Klasse 4a, 4b und 4 c mit dabei. Sie freuten sich, dass nicht nur einige wenige Plakate ausgewählt wurden, sondern 62 Werke der Viertklässler ihre Wirkung in der Straße entfalten können.

Das Dezernat für Bau und Umwelt und der Fachdienst Stadtgrün bitten nochmals öffentlich um Sorgsamkeit. Die neuen Trauben­kirschen zählen zu den Klima­bäumen. Sie sind robuste Straßen­bäume und Nährgehölz für Insekten und Bienen. Auch lockern sie den kompakten Straßen­raum auf: im Frühjahr mit einer sehr schönen Blüte und im Herbst mit einer beeindruckenden Färbung. Ihr Schutz sei vielfältig nützlich.

Zum Entsorgen von „Unterwegs-Abfall“ und Zigarettenkippen gibt es Papierkörbe an allen Haltestellen in der Plauenschen Straße sowie auf den Spielplätzen Plauensche Straße und Tschirchstraße. Laut Stadtordnung sind Hundehalter und Hundeführer für die umgehende Entfernung und ordnungsgemäße Entsorgung von Hundekot selbst verantwortlich. Dies sollte in der Regel über den eigenen Hausmüll erfolgen. Bei Bedarf können auch die städtischen Papierkörbe genutzt werden. Dafür ist Kot in einem verschlossenen Kotbeutel zu verpacken.

MARKTPLATZ - zum Überblick - KLICK