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Meissen. Um den Herausforderungen des Marktes und der konjunkturellen Entwicklung begegnen zu können, wird die Manufaktur weitere strategische Anpassungen vornehmen. Im Mittelpunkt stehen dabei nach wie vor die nachhaltige Sicherung eines einzigartigen kulturellen Erbes und der Erhalt der kunsthandwerklichen Porzellanherstellung am Standort Meißen.

In den letzten beiden Jahren wurde die Neuausrichtung der Porzellanmanufaktur Meissen dank tatkräftiger Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter intensiv betrieben. Das Produktportfolio konzentriert sich auf Porzellan. Neue Formen und Dekore tragen zur Modernisierung der Marke bei. Dringend notwendige Investitionen in den Standort, insbesondere in den Abbau des Instandhaltungsstaus in der Produktion durch Modernisierung der Brennöfen, Maschinen und Gebäude wurden realisiert und Prozesse optimiert. Das Markenbild wurde umfassend modernisiert. Dazu gehören ein neuer Internetund Social MediaAuftritt, neue Verpackungen und Werbemotive. Kunden aus aller Welt finden Meissener Porzellan in Dresden endlich in einem zentralen Signature Store in unmittelbarer Nähe der Frauenkirche. Damit konnten entscheidende Weichen für die Zukunft der Manufaktur gestellt werden.

Allerdings zwingen das schwierige Umfeld in der Porzellanbranche und der stärker zu erwartende wirtschaftliche Abschwung in Kernmärkten zu einer Anpassung der Wachstumsaussichten. Die Manufaktur konnte zwar in den letzten Jahren leichte Umsatzsteigerungen verzeichnen, aber die ambitionierten Wachstumsziele nicht erreichen. Um die für den langfristigen Erhalt der Manufaktur notwendigen wirtschaftlichen Ergebnisse erzielen zu können, sind daher Anpassungen bei Strukturen und Kosten erforderlich.

Das heißt unter anderem, Meissen wird sich von nicht profitablen Standorten, die zum größten Teil im Rahmen dervor einigen Jahren versuchten Entwicklungzu einer breiten Luxusmarke eröffnet wurden, trennen und Direktbetreuung und E-Commerce ausbauen. Die Zahl der Stellen wird sich von 619 auf 418 reduzieren. Das geschieht im Rahmen eines fairen Interessensausgleichs sozialverträglich gemeinsam mit dem Betriebsrat sowie über reguläre Altersabgänge und deren Nicht-Nachbesetzung.

Die Ausbildung junger Mitarbeiter bleibt von diesen Maßnahmen unberührt. Es wird weiterhin angestrebt, bis zu zehn Mitarbeiter jährlich zur Zukunftssicherung des Meissener Kunsthandwerks aus der betriebseigenen Malerund Keramiker-Ausbildung zu übernehmen. Aus Sicht der Geschäftsführung sind diese Maßnahmen für den dauerhaften Erhalt der Manufaktur zwingend notwendig. Der Aufsichtsrat hat dem Vorgehen nach intensiver Diskussion in seiner gestrigen Sitzung zugestimmt. Entscheidend sei, dass die Manufaktur nicht mehr Geld ausgibt als sie erwirtschaftet und in Zukunft trotz schwierigem Marktumfeld bestehen kann.

Autor: Staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen GmbH, Meissen.


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