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Mehr als 500 Innovationsmacher treffen sich in Erfurt/ InnoCON Thüringen als High-Level-Veranstaltung etabliert

Erfurt. Mehr als 500 Innovationstreiber aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Netzwerken, 36 hochkarätige Vorträge, über 50 Aussteller, 42 Posterpräsentationen – so präsentiert sich das Innovationsland Thüringen auf der InnoCON Thüringen. Sie alle folgten dem Leitspruch der Tagung „Digital.Innovativ.Vernetzt“ und informierten sich in der Multifunktionsarena Erfurt über die neuesten Entwicklungen und Innovationen aus dem Freistaat. „Wirtschaftlicher Erfolg geht nur über Innovation, und die entsteht gerade an Schnittstellen verschiedener Branchen und Technologien“, sagte Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee während der Eröffnung. Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, aber bspw. auch Optik und GreenTech seien in den kommenden Jahren weltweit wichtige Treiber der technologischen Entwicklung. „Trends frühzeitig zu erkennen, schnell von der Idee zur Anwendung, von der Forschung zum Produkt zu kommen – das zeichnet erfolgreiche Wirtschafts- und Forschungsstandorte aus“, so der Minister. Mit der RIS3-Innovationsstrategie, seiner Forschungs- und Technologieförderung und dem InnoCON als Kooperations- und Vernetzungsplattform habe Thüringen dafür beste Voraussetzungen geschaffen. Allein für die Unterstützung von Innovations- und Technologieprojekten von Unternehmen und Forschungseinrichtungen hat das Land zwischen 2015 und 2019 rund 278 Millionen Euro aus EU- und Landesmitteln bereitgestellt.

33 Innovationsprojekte bildeten das Zentrum der InnoCON 2019: Innerhalb von jeweils nur fünf Minuten präsentierten die Referenten ihre aktuellen Projekte und Projektideen. Komprimiert und auf den Punkt gebracht bekamen die Teilnehmer mit dem InnoPITCH damit interessante Einblicke in die Forschungs- und Entwicklungslabore Thüringens. So erklärte Dr. Micheal Eiselt von ADVA Optical Networking, welche neuen Ansätze für 5G-Telekommunikationssysteme er zusammen mit seinen industriellen und akademischen Partnern aus neun europäischen Ländern untersucht. Thomas Bauer, Geschäftsführer von OptoNet e.V., aus Jena zeigte in seinem Pitch „Vom All in den Alltag“ wie freiformoptische Linsen, die vor allem in weltraumgestützten Teleskopen stecken, für Anwendungen des autonomen Fahrens eingesetzt werden können, etwa um die Kamerasysteme für die Umfeld-Erkennung von Fahrzeugen zu verbessern. „Der Erfolg eines Unternehmens hängt heute stark von seiner Innovationskraft ab. Die InnoCon Thüringen bietet eine gute Gelegenheit, um sich auszutauschen und an den Schnittstellen verschiedener Branchen genau diese Innovationskraft zu nutzen“, so LEG-Geschäftsführerin Sabine Wosche.

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Auf dem parallel stattfindenden InnoMARKT präsentierten mehr als 50 Aussteller (Cluster/Netzwerke, Landeseinrichtungen, große FuE-Verbünde) ihre Projekte und Unterstützungsmöglichkeiten, eine begleitende Posterschau mit 42 Postern bot die Möglichkeit, für einen individuellen Austausch der Teilnehmer zu den gezeigten Projekten und Projektideen. Die rund 500 Teilnehmer der diesjährigen InnoCON Thüringen stammen zu 40 Prozent aus der Wirtschaft, 20 Prozent aus dem wissenschaftlichen Bereich, 20 Prozent Cluster/Verbünde sowie 20 Prozent aus anderen Bereichen. 

Hintergrund:

Im Sommer 2010 beschloss der Europäische Rat, mit der Wachstumsstrategie „Europa 2020“ intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum in ganz Europa zu forcieren. Alle 271 europäischen Regionen wurden gebeten, regionale Innovationsstrategien zu erarbeiten, um die knapper werdenden Mittel aus den Strukturfonds effizienter einzusetzen und ein unverwechselbares Spezialisierungsprofil zu entwickeln. Die jeweiligen Strategien sind für die einzelnen Regionen eine zentrale Voraussetzung, um in der aktuellen Förderperiode EU-Mittel in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Innovation einzusetzen. Die Thüringer Innovationsstrategie wurde vom Thüringer Kabinett am 10. Juni 2014 beschlossen und anschließend von der EU-Kommission bestätigt. Seit Anfang 2015 befindet sich die Strategie in der Umsetzung. Das Thüringer ClusterManagement (ThCM), angesiedelt bei der LEG, ist im Auftrag des Freistaates Thüringen tätig, mit Mitteln der Europäischen Union (EFRE) kofinanziert und für die Umsetzung der Innovationsstrategie zuständig. Im Auftrag des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft organisiert es die InnoCON Thüringen als High-Level-Veranstaltung. 

Weitere Informationen unter: www.innocon-thueringen.de


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