Egal ob auf Deutsch oder Englisch: Bei den Geburtsvorbereitungskursen erfahren werdende Eltern alles Wichtige rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. Foto: Schroll/UKJ

Auch auf Englisch bestens auf die Geburt vorbereitet

Jena. Jena als Wissenschafts- und Hightechstandort lockt zahlreiche Menschen aus dem Ausland an. Auch das Universitätsklinikum Jena (UKJ) ist mit Mitarbeitern aus 74 verschiedenen Nationen international aufgestellt. Wenn bei Nichtmuttersprachlern Nachwuchs unterwegs ist, bietet die Geburtsmedizin des UKJ ab sofort englischsprachige Geburtsvorbereitungskurse an: Hebamme Josepha Schenker leitet den Kurs und steht für Fragen rund um Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett, Stillen und das Neugeborene zur Verfügung. Zum ersten Mal findet das neue Kursangebot statt am 29. und 30. November sowie am 6. und 7. Dezember 2019.

„Im Grunde besprechen wir im englischsprachigen Geburtsvorbereitungskurs dieselben Dinge wie im normalen Kurs. Allerdings kennen viele einfach das deutsche Gesundheitssystem nicht, Geburten sind von Land zu Land unterschiedlich organisiert. Daher nehme ich mir die Zeit, um alles Wichtige zu erklären, zum Beispiel wie die Abläufe im Kreißsaal sind, wann man sich zur Geburt anmeldet oder dass die werdenden Mütter einen Anspruch auf eine Hebamme haben“, erzählt Schenker. „Neben den organisatorischen Abläufen geht es natürlich auch darum, den werdenden Eltern mitzugeben, wie sie selbst die Geburt gut gestalten können.“ Dabei gehe es zum Beispiel um den Umgang mit Schmerzen, Entspannungstechniken oder die Rolle des Partners. Ziel ist es, werdenden Eltern viel Sicherheit zu vermitteln. „Je besser die werdenden Eltern auf das, was auf sie zukommt, vorbereitet sind, je besser sie informiert sind, desto positiver verläuft in der Regel auch die Geburt“, weiß die erfahrene Hebamme. Der Kurs besteht daher aus vier Tagen: Zweimal freitags von 18 bis 20 Uhr und zweimal samstags von 10 bis 16 Uhr mit einer Mittagspause. Die Kursteilnehmer sollten sich bequeme Kleidung für die Übungen, Decken beziehungsweise Sitzkissen mitbringen, Getränke und Snacks sowie Material, um sich Notizen machen zu können.

Hebamme Josepha Schenker hatte nach dem Abitur zunächst als Au-Pair-Mädchen in England gearbeitet und blieb dann für einige Jahre dort. Das englische Fachvokabular rund um Geburt und Geburtshilfe kam so nach und nach dazu. „Wer am Kurs teilnehmen möchte, sollte Englisch am besten gut verstehen können“, sagt Schenker. Vorerst ist geplant, den englischsprachigen Geburtsvorbereitungskurs vierteljährlich anzubieten. „Das richtet sich auch nach dem Bedarf“, sagt Schenker.

Kurs im Überblick:


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