Kinder begeistern andere Kinder als Ausstellungsmacher

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Jena. Die Sonderausstellung „Kinder! Der Olymp ruft!“ zeigt ab 13. November Ergebnisse von Ferienprojekten für Kinder und Jugendliche aus Jena und Umgebung. Die acht- bis 14-Jährigen lernten die Aufgaben eines Museums kennen und erarbeiteten eine Ausstellungskonzeption, die das Thema Olymp für Gleichaltrige spannend und mit neuen Medien umsetzen sollte. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Kann man Kinder für Antike und griechische Götter begeistern? Ja, lautet das Fazit der Ferienprojekte „MuseobilBOX“ und „Museum macht stark“ am Lehrstuhl für Klassische Archäologie der Universität Jena. Stefanie Adler und Studierende haben seit 2016 mit rund 150 Schülerinnen und Schülern aus Jena und Umgebung die Antikensammlungen der Friedrich-Schiller-Universität entdeckt. Hatten sie für Zeus und die Seinen Feuer gefangen, nahmen einige das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Angebot kontinuierlich wahr.

Die acht- bis 14-Jährigen lernten die Aufgaben eines Museums kennen und erarbeiteten eine Ausstellungskonzeption, die das Thema Olymp für Gleichaltrige spannend und mit neuen Medien umsetzen sollte. Dass dabei vorzeigbare Ergebnisse entstanden, zeigt ab Mittwoch, dem 13. November, die Ausstellung „Kinder! Der Olymp ruft!“ im Institut für Altertumswissenschaften in den Ausstellungsräumen am Fürstengraben 25.

Die Lieblingsgötter der Kinder entdecken

Zu entdecken sind die zwölf Lieblingsgötter der Projektteilnehmer und -teilnehmerinnen, vermittelt durch hochkarätige Exponate aus der Archäologischen Sammlung und von Schulkindern entwickelte neue Medien. So entstand hochprofessionell im Tonstudio der Universität ein Audioguide, für den die jungen „Museologen“ die Texte schrieben und einsprachen. Als Autoren und Darsteller produzierten sie mit dem Multimediazentrum der Universität Videoclips zu Göttergeschichten, die in der Ausstellung per QR-Code abgerufen werden können. Gedreht wurde im Jenaer Paradies und in historischen Kostümen. Dass dabei Zeus bei seiner Ansprache vom Klingeln seines Smartphons unterbrochen wird, ist kein Zufall.

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Mit Quartett- und Memory-Spiel

Theaterspielen gehörte ebenso zum Projekt wie das Verfassen von Texten, die Fakten und zielgruppenorientierte Ansprache verbinden sowie das Entwickeln unterschiedlicher Medien. Die Teilnehmer lernten, wie man professionell Museumsexponate für einen Katalog fotografiert. Daraus entstand ein Quartett-Spiel mit Quizfragen. Zum Beispiel: Wie schrieben die Römer die Zahl 50? Ebenfalls auf die Fotografien der jungen Teilnehmer greift ein Memory-Spiel zurück, in dem den Göttern ihr jeweiliges Symbol zuzuordnen ist.

„Das Thema der Ausstellung und des Audioguides entstand im Dialog mit den Kindern und Jugendlichen und spiegelt ihre Interessen wider“, betont Stefanie Adler. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin ist begeistert, wie zielstrebig ihre „Schützlinge“ dabei waren, wie viel Freizeit sie investierten, um eine Ausstellung zu erarbeiten, die Altersgefährten Lust auf Antike macht. Die Frische und unkonventionelle Art der jungen Leute dürfte nicht nur die Zielgruppe begeistern, sondern Besucher jeden Alters. Wer zur Ausstellungseröffnung am 13. November, 18 Uhr kommt, kann selbst die Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer zu ihren Lieblingsgöttern befragen.

Begleitet wird die Ausstellung von unterschiedlichen Vermittlungsangeboten, darunter Schülerführungen unter dem Motto „Besuch bei Zeus“, eine Taschenlampenführung für Familien oder ein Science Slam, bei dem Studierende amüsant und prägnant ihr Forschungsthema präsentieren.

Die Ausstellung „Kinder! Der Olymp ruft“ ist vom 13. November 2019 bis 11. Februar 2020 Dienstag und Donnerstag von 14 bis 16 Uhr sowie Sonntag von 15 bis 17 Uhr geöffnet.


Veranstaltungsheft

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