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Reaktion auf Urteil für Pfarrer aus der Altmark
Personaldezernent kündigt „erhebliche Konsequenzen“ an

Magdeburg/Erfurt. Im Nachgang zu dem ergangenen Gerichtsurteil gegen den Pfarrer Rainer H. der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), der im Kirchenkreis Salzwedel seinen Dienst ausgeübt hat, erklärt Oberkirchenrat Michael Lehmann, Personaldezernent aus dem Landeskirchenamt der EKM:

„Das Ausmaß der im Gericht verhandelten Taten entsetzt uns. Unser Mitgefühl gilt der geschädigten Frau, die Bedrohung und Demütigung erfahren hat und in einer schrecklichen Gefahr schwebte. Die Landeskirche hat sofort ein Disziplinarverfahren eingeleitet, als die Vorwürfe im Jahr 2016 bekannt wurden. Solche Disziplinarverfahren ruhen allerdings, bis ein rechtskräftiges Urteil vorliegt. Darauf warten wir derzeit. Ist das Urteil rechtskräftig, werden wir zügig und konsequent handeln. Ich versichere, die nachgewiesenen Vergehen des Pfarrers werden für ihn erhebliche Konsequenzen haben.“

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Rainer H., Pfarrer i.R., ist wegen sexueller Nötigung in mittelbarer Täterschaft am 30. Oktober 2019 vom Amtsgericht Stendal zu drei Jahren Freiheitsentzug verurteilt worden. Üblicherweise zieht eine Verurteilung mit Freiheitsentzug ab einem Jahr bei der EKM eine Aberkennung der Ordinationsrechte und die Entfernung aus dem Pfarrdienst nach sich. Formal kann das Disziplinarverfahren allerdings erst fortgeführt werden, wenn das Urteil rechtskräftig ist. Die Landeskirche vermeidet während laufender Disziplinarverfahren Spekulationen über deren Ausgang.

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