Lebenserwartung in Thüringen erneut gestiegen

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Leichter Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum führt zu neuem Höchststand bei der Lebenserwartung in Thüringen

Aus den Angaben der für den Zeitraum 2016/2018 berechneten Sterbetafel geht hervor, dass die Lebenserwartung in Thüringen im Vergleich zum vorherigen Berechnungszeitraum 2015/2017 bei den Männern und Frauen erneut leicht angestiegen ist. Demnach wird nach Mitteilung des Thüringer Landesamts für Statistik ein in Thüringen neugeborenes Mädchen 83,02 Jahre alt (+0,01 Jahre im Vergleich zum Jahr davor), ein neugeborener Junge kann mit einem Alter von 77,44 Jahren rechnen (+0,2 Jahre).

Die Lebenserwartung hat in Thüringen somit einen neuen Höchststand erreicht. Noch nie zuvor hatte ein neugeborenes Kind rein rechnerisch so viele Lebensjahre zu erwarten.

Der Anstieg der durchschnittlichen Lebenserwartung wird beim Vergleich weiter zurückliegender Berechnungszeiträume umso deutlicher. Die für den Zeitraum 2016/2018 berechneten Werte ergeben im Vergleich zum Berichtszeitraum 1998/2000 eine Erhöhung um 2,96 Jahre bei den Mädchen sowie um 3,95 Jahre bei den Jungen. Im Verhältnis zum Zeitraum 1988/1990 entspricht dies sogar einer Erhöhung um 6,99 bzw. 7,49 Jahre.

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Aus den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes für den Zeitraum 2016/2018 geht hervor, dass im gesamtdeutschen Vergleich die in Thüringen neugeborenen Mädchen im Durchschnitt eine um 0,25 Jahre geringere Lebenserwartung haben als alle neugeborenen Mädchen in Deutschland. Somit ist der Rückstand kleiner geworden, denn im Zeitraum 1998/2000 betrug dieser noch 0,76 Jahre. Neugeborene Jungen hingegen haben derzeit einen Rückstand von knapp über einem Lebensjahr (1,04 Jahre) im Vergleich zum gesamtdeutschen Durchschnitt. Jedoch ist auch diese Differenz im Vergleich zu 1998/2000 kleiner geworden. Damals betrug diese 1,29 Jahre.

Über den allgemeinen Anstieg der Lebenserwartung dürfen sich aber auch die älteren Generationen freuen. Dort hat sich seit 1988/1990 die Lebenserwartung eines 65-jährigen Mannes um 4,64 Jahre auf nunmehr 17,38 weitere Lebensjahre erhöht. Gleichaltrige Frauen haben rein rechnerisch noch 20,84 Jahre vor sich, was einer Erhöhung um 5,25 Jahren entspricht. Darüber hinaus kann ab dem 80. Geburtstag grundsätzlich noch von 7,69 weiteren Jahren bei den Männern bzw. 9,10 weiteren Jahren bei den Frauen ausgegangen werden.


Methodische Hinweise:

Die durchschnittliche Lebenserwartung ist eine wichtige theoretische Kennziffer der Sterbetafel und umfasst die durchschnittliche Zahl von zusätzlichen Lebensjahren, die ein Mensch auf Basis der für einen bestimmten Zeitraum (zumeist 3 Jahre) geltenden altersspezifischen Sterblichkeitsverhältnisse voraussichtlich noch leben würde. Sie wird sowohl für Neugeborene als auch für jedes bereits erreichte Alter als fernere durchschnittliche Lebenserwartung berechnet. Dabei hat das überstandene Risiko, vor Vollendung des nächsten Lebensjahres zu sterben, stets einen Gewinn an Lebenserwartung zur Folge.


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