Ein Abend für Rosita Peterseim, der Retterin der Alten Synagoge Erfurt

Foto: Franziska Bracharz
Anzeige

Erfurt. Die nächste Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Arain! Der Erfurter Synagogenabend“ am Dienstag, dem 5. November, ist Rosita Peterseim gewidmet. Dr. Maria Stürzebecher erinnert sich im Gespräch mit Uta Pappe, Ulrich Wittich, Hardy Eidam und Olaf Zucht an die Retterin der Alten Synagoge Erfurt.

Wie oft hat Rosita Peterseim von der „Wiederentdeckung“ der Alten Synagoge berichtet – und gleichzeitig mit dieser Formulierung gehadert: Denn aus der Fachliteratur war seit dem 19. Jahrhundert bekannt, dass sich zwischen Fischmarkt, Michaelisstraße und Waagegasse verbaute Mauerreste einer Synagoge befinden sollen. Und bereits Ende der 1980er Jahre gab es Anlass, die Bausubstanz dort etwas genauer in Augenschein zu nehmen – was sie zusammen mit haupt- und ehrenamtlichen Denkmalpflegern tat.

Leider kann sie nun nicht mehr selbst von der intensiven Zeit abenteuerlicher Exkursionen mit Taschenlampe und Blitzlicht durch Keller, über Flachdächer und Dachböden berichten, wie sie es so oft voller Leidenschaft getan hat. Am 7. September 2019 ist sie nach schwerer Krankheit verstorben – und hinterlässt eine nicht zu schließende Lücke. Ihr Wissen wird fehlen, genauso wie ihre herzliche Art und ihre Begeisterung, mit der sie alle ansteckte.

Ihrer Initiative ist es zu verdanken, dass nicht nur die wertvolle, originale Bausubstanz der Alten Synagoge erkannt, gesichert und bauhistorisch untersucht wurde, sondern dass das Bauwerk 1998 auch durch die Stadt erworben und im Folgenden zu einem Museum umgebaut wurde. Ohne Rosita Peterseim könnte die Alte Synagoge in diesem Jahr kein zehnjähriges Jubiläum feiern.

Einlass in die Alte Synagoge ist ab 19:00 Uhr, Beginn des Gesprächs um 19:30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Anzeige