Zentralrat der Juden kritisiert Aussagen von Innenminister Stahlknecht

Sabine Majetic/hallelife.de
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Berlin. Auf das kaltblütige Attentat in Halle folgt nun die Aufarbeitung des Geschehenen. Dazu gehört auch die Bewertung des Einsatzes der Sicherheitsbehörden.

Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland:

„Es ist irritierend, dass der Innenminister von Sachsen-Anhalt, Holger Stahlknecht, zu der Bewertung gelangt, dass sich die Sicherheitsbehörden keine Vorwürfe zu machen hätten. Bei einer derart unkritischen Bewertung muss man sich zwangsläufig die Frage stellen, ob die Bereitschaft besteht aus begangenen Fehlern Lehren zu ziehen und strukturelle Änderungen bei den Sicherheitsbehörden vorzunehmen.

Die Aussage des Innenministers, wonach die Polizei den Bitten der Jüdischen Gemeinde um Schutz stets nachgekommen sei, ist unzutreffend und verkehrt die Realität in der Vergangenheit.

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