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Sofortmaßnahme des Luftreinhalteplans

Leipzig. Um Fahrverbote zu vermeiden und die Luftqualität langfristig zu verbessern, setzt die Stadt jetzt erste Sofortmaßnahmen aus dem Anfang des Jahres beschlossenen Luftreinhalteplan um. Dabei handelt es sich um Änderungen bei der Verkehrsführung.

Der fortgeschriebene Luftreinhalteplan sieht insgesamt 50 Punkte vor, die insbesondere helfen sollen, die Grenzwerte für Feinstaub (PM10) und Stickstoffdioxid (NO2) einzuhalten beziehungsweise zu unterschreiten. Einige Vorhaben werden sofort realisiert, andere mittel- bis langfristig. Hierzu haben sich die beteiligten Ämter der Stadt mit dem Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie eng abgestimmt.

„Die Maßnahmen dienen dem Gesundheitsschutz der an den Hotspots der Luftbelastung wohnenden Menschen“, erläutert Peter Wasem, der seit September 2019 das Amt für Umweltschutz leitet. „Von zu hoher Luftschadstoffbelastung in ihrer Gesundheit besonders betroffen sind dabei Kinder, ältere Menschen oder in ihren Atemwegen vorgeschädigte Personen.“

Zwei die Verkehrsführung betreffenden Maßnahmen werden noch in den Herbstferien vorgenommen: So soll zur Minderung der Schadstoffbelastung in der Eutritzscher Straße mit einer veränderten Ampelsteuerung sowie neu geordneten Fahrspuren an der Kreuzung Eutritzscher Straße/Roscherstraße der Geradeausverkehr stadteinwärts dosiert werden. Zugleich fließt der Verkehr dann stärker nach links in die Roscherstraße ab. Bereits im September wurden an der Kreuzung Berliner Straße/Roscherstraße die Fahrspuren neu eingeteilt sowie eine temporäre Ampelanlage aufgestellt, die den Verkehr stadteinwärts staffeln.

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Dazu Michael Jana, Leiter des Verkehrs- und Tiefbauamtes: „Mit dem Luftreinhalteplan haben wir uns verbindlich die Aufgabe gesetzt, kurzfristig auf die zu hohe Luftschadstoffbelastung zu reagieren. Alleine mit Maßnahmen zur Verkehrsverflüssigung ist das nicht zu schaffen. Dazu braucht es weiterreichende verkehrsorganisatorische Maßnahmen.“

Am Hotspot Harkortstraße ist eine Reduzierung des Verkehrsaufkommens um etwa 5.000 Fahrzeuge erforderlich, um den Grenzwert für Stickstoffdioxid rechnerisch einzuhalten. Dafür wird nun auf der Wundtstraße in Höhe Richard-Lehmann-Straße eine Fahrspur reduziert. Als weitere Teilmaßnahme folgt bis zum Jahresende die Aufhebung der Linksabbiegemöglichkeit vom Martin-Luther-Ring in die Harkortstraße. Im Jahr 2020 soll dann zusätzlich der stadteinwärtige Verkehr an der Ampelanlage der Kreuzung Wundtstraße/Mahlmannstraße dosiert werden.

Auch für die Zuläufe der inneren Jahnallee sind solche Änderungen im Verkehrsfluss geplant und es wird angestrebt, diese im kommenden Jahr umzusetzen. Die Fachämter evaluieren die Wirkungen dieser Neuorganisationen engmaschig und steuern bei Bedarf nach.

Neben diesen Sofortmaßnahmen setzt der Luftreinhalteplan insbesondere darauf, den Umweltverbund zu stärken und die E-Mobilität zu fördern. Weitere Informationen gibt es online unter www.leipzig.de/luftreinhalteplan.

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