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Berlin. Die Plastikbelastung der Weltmeere ist ein Thema der Antwort der Bundesregierung (19/12900) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/12448). Danach kann der Eintrag von Müll in die Meere derzeit “im Wesentlichen (noch) nicht exakt gemessen werden”.

Wie die Bundesregierung weiter ausführt, ist die Kunststoffproduktion pro Jahr nach Angaben des Branchenverbandes PlasticsEurope seit dem Jahr 1964 von 15 Millionen Tonnen auf 311 Millionen Tonnen im Jahr 2014 angestiegen. Es werde erwartet, dass sich die Produktion in den nächsten 15 Jahren verdoppelt und sich bis zum Jahr 2050 insgesamt vervierfacht hat.

Wie aus der Antwort ferner hervorgeht, gelangen laut einer Studie (J. R. Jambeck et al., Plastic waste inputs from land into the ocean (Science, 2015)) jährlich durchschnittlich acht Millionen Tonnen Kunststoffabfälle ins Meer. Schätzungen zufolge befänden sich gegenwärtig mehr als 150 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle in den Meeren. “Diese Schätzung basiert auf der globalen Kunststoffproduktion seit 1950 (Ocean Conservancy and McKinsey Center for Business and Environment, Stemming the Tide (2015))”, heißt es in der Vorlage weiter.

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Ferner wird dort der Antwort zufolge erwartet, “dass sich bis zum Jahr 2050 mehr Kunststoff in den Meeren befinden könnte als Fisch (nach Gewicht)”. Für das Jahr 2025 wird danach prognostiziert, dass das Verhältnis Kunststoff zu Fisch bereits 1:3 sein wird, “da Prognosen zeigen, dass der Kunststoffbestand in den Meeren auf 250 Millionen Tonnen im Jahr 2025 ansteigen wird”.

Der Prognose 2015 bis 2025 liegen laut Bundesregierung die Annahme von 150 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle in 2015, eine geschätzte jährliche Leckage von Kunststoffabfällen ins Meer von durchschnittlich acht Millionen Tonnen im Jahr 2010 und 9,1 Mio. Tonnen im Jahr 2015 sowie eine jährliche Zunahme an Kunststoffabfalleintrag in die Meere von fünf Prozent bis zum Jahr 2025 zugrunde. Der Prognose 2025 bis 2050 zugrunde liegt den Angaben zufolge “ein Eintrag von Kunststoffabfällen ins Meer mit einer prognostizierten Steigerungsrate von 3,5 Prozent pro Jahr, in Übereinstimmung mit der geschätzten langfristigen BIP-Wachstumsrate (International Energy Agency, World Energy Outlook 2015 {2015})”.

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