ufaFabrik unterwegs 1980 | Foto: ufaFabrik
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Jena. Am 9. Oktober lädt die LAG Soziokultur Thüringen um 19 Uhr zu einem Film und Gespräch über die Geschichte der Berliner ufaFabrik in den Kulturbahnhof in Jena ein. Schon um 17:30 Uhr findet eine Führung durch den benachbarten Kulturschlachthof statt.

Aufbruchstimmung im West-Berlin der siebziger Jahre: Eine Gruppe junger Aktivist*innen nimmt das leerstehende, ehemalige Kopierwerk der UFA in Berlin-Tempelhof friedlich wieder in Betrieb. In den folgenden Jahren entsteht ein einzigartiges, ganzheitliches Lebens- und Arbeitsprojekt mit basisdemokratischen Strukturen: das Soziokulturelle Zentrum ufaFabrik. Der Dokumentarfilm von Dimitri und Julia Limpert erzählt die fast 40-jährige Geschichte und spannt damit den Bogen von den Anfängen bis in die Gegenwart. Die Protagonist*innen erzählen von ihren Erlebnissen und Ideen, von dem Miteinander und dem, was für sie den Unterschied zu anderen Lebensformen macht.

Angesichts steigender Mieten und der damit einhergehenden Verdrängung vieler Bewohner*innen aus den Zentren der Großstädte knüpft der Film an aktuelle Themen an: Wie wollen wir in Zukunft leben? Welche Werte prägen unsere Gesellschaft von morgen? Wie lässt sich ein gemeinschaftliches Leben mit individueller Freiheit verbinden? Und wie haben es normale Menschen geschafft, aus eigener Kraft aus Träumen Wirklichkeit werden zu lassen?

Zu diesen und anderen Fragen laden im Anschluss an den Film Sigrid Niemer, Mitbegründerin der ufaFabrik, sowie Lothar Wiesweg, langjähriger Akteur, das Publikum zum Gespräch ein. Der Eintritt ist frei.

Veranstaltungshinweis:

Mittwoch, 9. Oktober, 19 Uhr

Jena, Kulturbahnhof (Jazzcafé), Spitzweidenweg 28


EXTRA: FÜHRUNG DURCH DEN KULTURSCHLACHTHOF

Bereits um 17:30 Uhr findet eine Führung durch den benachbarten Kulturschlachthof Jena statt. Kulturmacher*innen der an dem Projekt beteiligten Vereine Freie Bühne Jena e.V., FreiRaum Jena e.V. und Crossroads e.V. führen durch die Räumlichkeiten und berichten über den Stand des im Aufbau befindlichen Soziokulturellen Zentrums. Treffpunkt: 17:30 Uhr am Kulturschlachthof, Fritz-Winkler-Straße 2b.

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Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe NICHT OHNE MEINE KULTUR! der LAG Soziokultur Thüringen in Kooperation mit dem Med-Club Jena und dem Kulturschlachthof Jena statt und wird gefördert durch die Thüringer Staatskanzlei.

www.ufafabrik.de

www.med-club.de

www.kulturschlachthof-jena.de


VERANSTALTUNGSREIHE: NICHT OHNE MEINE KULTUR!

16. Oktober, 19 Uhr – Weimar, ACC-Galerie: Der Angriff der Neuen Rechten und die Verteidigung der offenen Kultur – Vortrag und Gespräch mit Daniel Hornuff

6. November, 19 Uhr – Erfurt, Retronom: Auferstanden aus Ruinen? Kontinuitäten und Brüche ostdeutscher Soziokultur. Vortrag und Gespräch mit Tobias Knoblich und Wolfgang Renner

14. November, 20 Uhr – Rudolstadt, saalgärten: Berthold Seliger – Vom Imperiengeschäft. Wie Großkonzerne die kulturelle Vielfalt zerstören

21. November, 19 Uhr – Erfurt, Café Nerly: Preisverleihung KULTURRIESE 2019


Die LAG Soziokultur Thüringen

Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Soziokultur Thüringen e.V. vertritt seit 1993 als Dach- und Fachverband die fachlichen und kulturpolitischen Interessen von 80 Mitgliedern der Soziokultur und freien Kulturszene im Freistaat Thüringen. Die Aktivitäten und das Engagement der Mitglieder unterstützt die LAG durch Information und Beratung, Fortbildungen und Austausche sowie durch Interessenvertretung gegenüber der Öffentlichkeit und in politischen Gremien.

Weitere Informationen finden Sie unter www.soziokultur-thueringen.de.

Mitglieder kennenlernen: www.kulturschrittmacher.de.

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