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15 neue internationale Geoparks für UNESCO-Auszeichnung nominiert

Bonn. Die drei deutschen Geoparks TERRA.vita, Vulkaneifel und Muskauer Faltenbogen dürfen nach erfolgreicher Überprüfung für vier weitere Jahre den Titel „UNESCO-Geopark“ tragen. Das hat der Internationale Rat für UNESCO-Geoparks (UNESCO Global Geoparks Council) Anfang September in seiner vierten Sitzung auf Lombok, Indonesien, entschieden.

„Drei ‚Grüne Karten‘ für die UNESCO-Geoparks TERRA.vita, Vulkaneifel und Muskauer Faltenbogen – eine verdiente Auszeichnung für die erfolgreiche Arbeit der drei Modellregionen! Sie setzen nachhaltige Entwicklung um, tragen dazu bei, dass die jeweilige Region international bekannter wird und fördern das Verständnis über die Entwicklung unseres Planeten – von der Vergangenheit bis in die Zukunft“, so die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, Prof. Dr. Maria Böhmer.

Insgesamt erhielten weltweit 37 UNESCO-Geoparks die „Grüne Karte“ nach der turnusmäßigen Überprüfung, die alle vier Jahre stattfindet. Die positiven Bewertungen gehen einher mit einer Reihe von Empfehlungen, die die Geoparks bis zur nächsten Prüfung berücksichtigen müssen.

Für den deutsch-polnischen UNESCO-Geopark Muskauer Faltenbogen wird der weitere Erfolg davon abhängen, ob zeitnah der von der UNESCO geforderte „Europäische Verbund für territoriale Zusammenarbeit“ (EVTZ) gegründet wird. Hierbei handelt es sich um eine gemeinsame, grenzüberschreitende Rechtsform für die Geopark-Träger in Deutschland und Polen.

Neben den Überprüfungen wurden sechs Anträge auf Gebietsveränderungen, darunter auch ein Antrag des deutschen UNESCO-Geoparks Schwäbische Alb, bewilligt. Dem Internationalen Rat für UNESCO-Geoparks wurden außerdem 20 neue Gebiete als UNESCO-Geopark vorgeschlagen, von denen er 15 befürwortet – darunter erstmals Gebiete in Nicaragua, Russland und Serbien. Die finale Entscheidung hierüber fällt der UNESCO-Exekutivrat im Frühjahr 2020. Sollte er dem Vorschlag des Geopark-Rates folgen, würde sich die Zahl der UNESCO-Geoparks von 147 auf 161 in dann 44 statt bisher 41 Ländern erhöhen.
Hintergrund

UNESCO-Geoparks sind Regionen, die Erdgeschichte besonders anschaulich zeigen, bedeutende Fossilfundstellen oder Gesteinsformationen vorweisen. Durch Bildung, Schutz und Förderung einer nachhaltigen Entwicklung machen sie das Erbe ihrer Landschaft erlebbar, für Bewohner wie für Besucher. Sie schaffen Identifikation mit der Region, fördern Tourismus und machen Herausforderungen des globalen Wandels in der Region zum Thema.

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Das UNESCO-Geoparkprogramm wurde 2015 ins Leben gerufen. Derzeit gibt es insgesamt 147 UNESCO-Geoparks in 41 Ländern, sechs davon in Deutschland.

UNESCO-Geoparks werden alle vier Jahre einer Qualitätsprüfung unterzogen. Über regelmäßige Überprüfungen und Neubewerbungen entscheidet der Internationale Rat für UNESCO-Geoparks (UNESCO Global Geoparks Council), der sich aus Experten zusammensetzt. Während Neuanträge erst noch von den Mitgliedstaaten der UNESCO (im Exekutivrat) gebilligt werden müssen, treten Entscheidungen des Rates über Revalidierungen umgehend in Kraft.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

Autor: Deutsche UNESCO-Kommission, Bonn.

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