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Erfurt. Am vergangenen Donnerstag ist gegen einen 24-jährigen Ägypter durch das Amtsgericht Erfurt Haftbefehl erlassen worden. Seitdem sitzt er in der JVA Goldlauter in Untersuchungshaft. Am Tag zuvor war der Mann in einem ICE von Mannheim nach Erfurt aufgefallen, weil er keinen Fahrschein vorzeigen und sich gegenüber dem Zugpersonal nicht ausweisen konnte. Eine hinzugezogene Streife der Bundespolizei empfing den Ägypter am Erfurter Hauptbahnhof. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass der 24-Jährige nicht nur ohne Fahrschein unterwegs war sondern sich auch unerlaubt im Bundesgebiet aufhält. Nach einem Sachvortrag entschied der Bereitschaftsstaatsanwalt, eine Verhandlung im Rahmen des beschleunigten Verfahrens durchzuführen. Diese fand gestern um 16:30 Uhr statt. Der Richter erließ Haftbefehl wegen Fluchtgefahr. Darüber hinaus ist die Einleitung aufenthaltsbeendender Maßnahmen geplant.

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Hintergrund: Das beschleunigte Strafverfahren ermöglicht im Unterschied zum “Normalverfahren” die schnelle Aburteilung in einer sofortigen Verhandlung. Ziel der Regelung ist es, bei einfachen Sachverhalten und klarer Beweislage, die Strafe der Tat möglichst “auf dem Fuße folgen” zu lassen.


Gera. Ebenfalls am Donnerstag erfolgte eine weitere Festnahme. In den Morgenstunden ist ein 41-jähriger Ungar am Hauptbahnhof Gera kontrolliert worden. Nach Abgleich der Personalien mit dem Fahndungsbestand der Polizei wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Kempten (Allgäu) den Mann per Vollstreckungshaftbefehl wegen Beleidigung suchte. Beamte der Bundespolizei lieferten den Ungar in die JVA Tonna ein, wo er seine 35-tägige Ersatzfreiheitsstrafe verbüßt.

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