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Erfurt. In den Tarifzonen Gera und Weimar steigen zum 1. Januar 2020 die Fahrpreise. Das hat der Verbundbeirat Mittelthüringen in seiner Sitzung am 26. September 2019 beschlossen. Die konkreten Fahrpreise werden veröffentlicht, sobald diese durch die zuständigen Genehmigungsbehörden bestätigt wurden.

Hintergrund in Gera sind steigende Lohn- und Energiekosten. Die Erhöhung der Tariflöhne zum 1. Juli 2019 um 3 Prozent soll damit teilweise kompensiert werden. Die Hälfte der Ausgaben des Geraer Verkehrsbetriebs ist auf die Lohnkosten zurückzuführen. Im VMT wurde bislang noch keine Entscheidung über eine Fahrpreisanhebung im Jahr 2020 getroffen. Es gibt jedoch eine grundsätzliche Verständigung darauf, Fahrpreis- und Tarifänderungen nicht mehr wie bisher am 1. April, sondern zukünftig am 1. August vorzunehmen. Dies führt in Gera zu Einnahmeverlusten, die deshalb bereits ab Januar kompensiert werden sollen. In der Tarifzone Gera werden die Fahrpreise zum 1. Januar 2020 um durchschnittlich zwei Prozent angehoben. Der Beförderungstarif für die Kinder-Einzelfahrt und die Kinder-4-Fahrtenkarte bleibt gleich.

In Weimar hat die Fahrpreisanhebung einen anderen Hintergrund. Seit Jahren kämpfen die Angestellten, insbesondere die Fahrpersonale des ÖPNV um den Wechsel zu einem öffentlichen Tarifvertrag. Der Stadtrat der Stadt Weimar hatte im April 2019 dem Tarifwechsel zugestimmt, welcher mit einer erheblichen Erhöhung der Personalkosten einhergeht. Zur Gegenfinanzierung der zusätzlichen Lohnkosten hat er sich dafür ausgesprochen, einer Erhöhung der Mehrfahrten- und Zeitkarten in der Tarifzone Weimar zum nächstmöglichen Termin zuzustimmen.

Die zeitgleiche Anhebung der Fahrpreise in den Tarifzonen Weimar und Gera zum 1. Januar 2020 ermöglicht verbundweit die Einsparung von zusätzlichen Kosten für die Umstellung der Tarife an den Automaten und Abrechnungssystemen.

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