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Kohlelobbyist Tillich macht Kohle mit Kohle und wirft damit auch Schatten auf seinen Nachfolger Kretschmer

Dresden. Zur Nachricht, dass Sachsens Ex-Ministerpräsident Tillich Aufsichtsratschef bei der MIBRAG wird, erklären Rico Gebhardt, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag, und Dr. Jana Pinka, stellvertretende Vorsitzende der LINKEN in Sachsen:

Dass ein Politiker zwei Jahre nach seinem Abschied aus der Politik in die Wirtschaft wechselt, ist nicht grundsätzlich zu beanstanden – wir als LINKE in Sachsen sind für eine Karenzzeit von drei Jahren. Dass aber der frühere sächsische Ministerpräsident Tillich, der in seiner Amtszeit ein gnadenloser Kohlelobbyist ohne Rücksicht auf Verluste bei Umwelt und Kultur war, nun sein Geld ausgerechnet mit einem Bergbauunternehmen verdient, hat schon mehr als nur ein Geschmäckle. Zumal er zwischendurch als einer der Chefs der Kohlekommission wirkte, wo er nicht gerade mit neuen Ideen in Erscheinung trat.

Insofern halten wir das für eine krasse Fehlentscheidung, die auch einen Schatten auf die Politik von Tillichs Nachfolger Kretschmer wirft. Kretschmer fällt gerade mit seinen pauschalen und destruktiven Rundumschlägen gegen ein sowieso schon unausgegorenes und unzureichendes „Klimapaket“ als Verteidiger der Vergangenheit auf. Und diese personifizierte Vergangenheit macht nun demonstrativ Kohle mit der Kohle. Alles nur noch peinlich.

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