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Stadtentwicklungskonzept für den Einzelhandel wird erarbeitet

Potsdam. Die Landeshauptstadt erarbeitet als Fortschreibung des Einzelhandelskonzeptes derzeit ein Stadtentwicklungskonzept Einzelhandel. Dafür wurde ein auf Einzelhandelsfragen spezialisiertes Planungsbüro beauftragt.

Bernd Rubelt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt, sagt: „Die besonderen Herausforderungen, denen sich der Einzelhandel derzeit und in den kommenden Jahren stellen muss, sind ein wichtiger Grund für diese Untersuchung. So beeinflussen Entwicklungen im bundesweiten Einzelhandel, der regionale Wettbewerb, der demografische Wandel und die wachsenden Marktanteile des Onlinehandels auch die örtliche Einzelhandelsstruktur. Die integrierten Einzelhandelsstandorte der Stadt, insbesondere die Innenstadt und Babelsberg, stehen dabei im Mittelpunkt der Bearbeitung, da sie die wichtigsten Versorgungslagen im Stadtgebiet darstellen. Gleichwohl werden auch alle anderen Einkaufslagen untersucht, unter anderem im Hinblick auf die wohnungsnahe Versorgung oder Betriebe und Branchen, die über das Stadtgebiet hinaus Ausstrahlungskraft besitzen.“

In den vergangenen Wochen ist bereits ein Großteil des Einzelhandelsbestands in Potsdam durch das beauftragte Planungsbüro erfasst worden, um das Einzelhandelsangebot detailliert analysieren zu können. Nun stehen Befragungsaktionen an, die die Kunden des Einzelhandels in den Mittelpunkt der Betrachtung stellen. So soll die Analyse des Einkaufsstandortes Potsdam durch eine Passantenbefragung zwischen dem 25. September und 28. September in der Innenstadt, in Babelsberg sowie in den Bahnhofspassagen und im Stern-Center ergänzt werden. Diese wird durch die Landeshauptstadt und die Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam vorbereitet und durch die IHK Potsdam finanziert.

Tilo Schneider, Leiter des Regionalcenters Potsdam und Potsdam-Mittelmark der IHK Potsdam sagt: „Uns ist es ein wichtiges Anliegen, dass erstmals eine Kundenbefragung bei der Fortschreibung des Einzelhandelskonzeptes durchgeführt wird. Aus den Ergebnissen dieser Befragung erwarten wir eine Einschätzung der Kunden über die Stärken und Schwächen der Potsdamer Einzelhandelsstandorte. Darüber hinaus sind weitere Erkenntnisse hilfreich, wie und aus welchen Anlässen die Kunden diese Standorte zum Einkaufen aufsuchen. Das lässt Rückschlüsse auf die Attraktivität einzelner Sortimente zu und wie die Kunden die jeweiligen Einzelhandelsstandorte erreichen – im Hinblick auf die ebenfalls anstehende Fortschreibung des Stadtentwicklungskonzeptes Verkehr der Landeshauptstadt sicher eine gute Diskussionsgrundlage.“

Bei den Passantenbefragungen stehen die Kundinnen und Kunden im Vordergrund, die in Potsdam oder im Umland wohnen und die Qualität des Einkaufens in Potsdam bewerten können. Beispielsweise geht es um die Häufigkeit des Einkaufs in der Innenstadt oder an anderen Potsdamer Handelsstandorten, um die Zufriedenheit mit den Angeboten des Einzelhandels, der Gastronomie und der Erreichbarkeit und um Vorschläge und Wünsche, wie Einkaufsstandorte weiter aufgewertet werden können.

Die Landeshauptstadt Potsdam und die Industrie- und Handelskammer hoffen auf eine rege Beteiligung der Kunden bei den anstehenden Befragungen und bei der Verfolgung des gemeinsamen Ziels, den Einzelhandelsstandort Potsdam weiterhin attraktiv und nachfrageorientiert zu entwickeln.

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