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Jena. Am 20. August, kurz vor Goethes 270. Geburtstag, bewarfen Unbekannte Goethes Gartenhaus im Park an der Ilm in der Klassikerstadt Weimar mit Toilettenpapier. Eine sogenannte Künstlergruppe mit dem Namen “Frankfurter Hauptschule” LOLita bekannte sich in einem Video zu der schweren Straftat am kulturellen Gedächtnisort. Nach Angaben der Polizei entstanden in Weimar am Gartenhaus oder auf dem Rasen keine Schäden, jedoch mussten 400 Euro für die Reinigung (Kölner Spezialfirma) ausgegeben werden.

Heute wurde bekannt, dass der Staatsschutz des Landeskriminalamtes des Freistaats Thüringen gegen die selbsternannten Künstlerinnen und Künstler wegen gemeinschaftlicher Sachbeschädigung ermittelt. Die zuständige Jenaer Polizeiinspektion konnte eine politisch-motivierte Straftat nicht ausschließen, daher hat der Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen. “Mit sogenannten Kunstaktionen wie zum Beispiel in unmittelbarer Nähe zum Wohnhaus eines Landtagmitglieds in Bornhagen kennen wir uns bereits aus.”

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In Jena meldete sich daraufhin die Kulturverwaltung der Stadt: Es gäbe seit geraumer Zeit Anschläge mit Wurfgeschossen auf das beliebte Denkmal des Universitätsgründers, Johann Friedrich den Großmütigen, genannt Hanfried. Bei den Wurfgeschossen handelt es sich um Kränze. “Damit steht ein unmittelbarer Bezug zur sogenannten Künstlergruppe ‘Frankfurter Hauptschule’ und dem Dichterfürsten Goethe, der bekanntermaßen in Frankfurt das Licht der Welt erblickte, fest: Der ‘Frankfurter Kranz‘”. Das erklärte ein Vize-Pressesprecher der Stadtverwaltung auf einem städtischen Blog.

Dass es sich bei dem “Frankfurter Kranz” um eine Torte handelt, sei dabei umso gravierender. Schließlich werden bekanntlich Politiker jedweden Spektrums “getortet“. Eine solche Tortung war zum Beispiel bei der AfD-Politikerin Beatrix v. Storch Anlass für das Einschreiten des zuständigen Staatsschutzes.

Der Staatsschutz sieht das laut Insider-Berichten ähnlich und ermittelt gegen die “Künstler” aus dem studentischen Milieu wegen Sachbeschädigung. “Mindestens 5.000 Euro wird die Beseitigung der gebundenen Ausgaben gärtnerischer Tätigkeit kosten.”, so der Vize-Pressesprecher. Schließlich muss eine Reinigungsfirma mit Höhenrettungsausrüstung die Wiederherstellung in den Originalzustand beauftragt werden.

Bislang ist über die “Künstler” nur bekannt, dass sie sich selbst die Gruppe “Goethe Hauptschule” nennt. Der Staatsschutz sucht Videos oder Fotos von diesen “Kunstaktionen” auf dem Jenaer Markt.

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