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Runder Tisch „Saubere Stadt“

Eisenach. „Wir sind bei der Deutschland Tour mit gutem Beispiel vorangegangen und haben neu angeschaffte Getränkebecher als Mehrweggeschirr eingesetzt“, berichtete Oberbürgermeisterin Katja Wolf beim siebten Treffen des Runden Tisches „Saubere Stadt“. Bei städtischen Veranstaltungen sollen diese Becher künftig stets zum Einsatz kommen. Ab 2020 werden zudem alle Veranstalter verpflichtet Mehrweggeschirr incl. Pfanderhebung zu verwenden. Im August erhielten die Eisenacher Veranstalter, Versorger (Abgabe Speisen und Getränke) von Festen, Markthändler sowie die Ortsteilbürgermeister ein Informations-Schreiben dazu, um die Veranstalter nicht zum neuen Jahr vor vollendete Tatsachen zu stellen, sondern vorab zu informieren und so die Möglichkeit zu eröffnen, sich auf die neuen Gegebenheiten vorzubereiten. Außerdem wird das Schreiben bereits jetzt allen Anmeldern von Versammlungen mitgereicht. „In diesem Jahr setzen wir noch auf Freiwilligkeit, aber ab 2020 wird es dann auch Stichproben-Kontrollen bei Veranstaltungen geben“, sagt Katja Wolf.

Die Vorbereitungen zum Eisenacher Herbstputz mit der Müllaktionswoche vom 21. bis 27. September, ein Shuttle-Verkehr von der Spicke zum Weihnachtsmarkt auf der Wartburg sowie das vom Runden Tisch „Sauberer Stadt“ initiierte Müllbehälter-Konzept für Eisenach waren weitere Themen des Treffens in dieser Woche in der Stadtverwaltung. Zum Mitmachen bei der Müllaktionswoche hat die Oberbürgermeisterin bereits alle Eisenacher aufgerufen.

Mit dem Shuttle-Angebot vom Festplatz „Spicke“ zum Weihnachtsmarkt auf der Wartburg soll vor allem das Parken der Besucher an der Bundesstraße B 19 in der Adventszeit abgestellt werden. Hierbei geht es um die Sicherheit der Besucher, aber auch um die Müllvermeidung im Mariental. Vorbereitet wird als Alternative eine Parkmöglichkeit an den Advents-Wochenenden auf der Spicke. Die Besucher könnten dann mit einem Shuttle-Bus zur Wartburg fahren. Der Bus soll auch über den Markt fahren, so dass der Eisenacher Weihnachtsmarkt in der Innenstadt ebenfalls mit angebunden ist.

Der „Saubere Stadt“-Runde wurde auch das neue Müllbehälter-Konzept vorgestellt, über das der Stadtrat noch entscheiden wird. Insbesondere die Kriterien, wo das Aufstellen von Papierkörben / Müllbehältern sinnvoll und notwendig ist, werden damit transparent festgelegt. „Das Konzept muss natürlich ,leben‘ und ständig aktuell gehalten werden“, betonte die Oberbürgermeisterin. Anregungen und Hinweise der Bürger werden dazu auch künftig weiter gebraucht. Über 500 Papierkörbe stehen derzeit im gesamten Stadtgebiet – in Grünanlagen, an Haltestellen und auf Straßen und Plätzen. Sie werden je nach ermitteltem Bedarf geleert, an manchen Standorten sogar mehrmals täglich. Pro Jahr ermittelte das Fachamt rund 149.500 Leerungen von Papierkörben, knapp 200 Tonnen Abfall werden so entsorgt. Dies entspricht Entsorgungskosten von 27.000 Euro pro Jahr Die Finanzierung wird derzeit ausschließlich durch den städtischen Haushalt sichergestellt, da in Thüringen die Städte und Gemeinden nicht rechtlich verpflichtet sind, Papierkörbe vorzuhalten.

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