Foto: Fachhochschule Dresden
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Dresden. Der Rektor der Fachhochschule Dresden (FHD) freut sich, dass die sächsische CDU erneut stärkste Fraktion geworden ist und fordert die schnelle Aufnahme von Koalitionsgesprächen mit allen Parteien, die für ein freies und leistungsfähiges Bildungs- und Hochschulsystem sind. Populistischen Schnellschüssen und rückwärtsgewandtem Aktionismus müssten in jedem Fall Absagen erteilt werden.

Professor Dr. Christoph faScholz, Rektor der FHD , sieht nach der Landtagswahl optimistisch auf die sich anbahnenden Koalitionsverhandlungen in Sachsen: „Ich gratuliere der CDU und Michael Kretschmer persönlich sehr herzlich zum Sieg. Er hat hart gekämpft und das hat sich wohl am Ende ausgezahlt. Wichtig ist nun, dass er unter den demokratisch gesinnten Parteien im Landtag schnell Koalitionspartner findet. Sachsen muss viele Probleme im Bereich der Bildung und der Hochschulen schnell anpacken. Da dürfen wir keine Zeit verlieren.“

Scholz setzt auf eine weitere Stärkung der Hochschulen: „Sachsen hat ein freies und leistungsfähiges Bildungs- und Hochschulsystem. Das zeigen wissenschaftliche Vergleiche der Bundesländer immer wieder und ich wünsche mir, dass das so bleibt. Dafür müssen jetzt wichtige Problemfelder angegangen werden.“ Eine mögliche Regierungsbeteiligung der AfD würde ihm zufolge den sächsischen Hochschulen enorm schaden: „Schon allein die Umsetzung der Forderungen der AfD für Hochschulen wär en ein enormer Rückschritt: Die Wiedereinführung von Diplom und Magister ist mit einem international vergleichbaren Studium auf höchstem Niveau nicht vereinbar. Die Ablehnung der ‚Gender Studies‘ und die Abschaffung der Gleichstellungsbeauftragten sind die pure Verleugnung der Frauenrechte“, erläutert der Rektor.

Trotz des beachtlichen Stimmenzuwachses für die AfD sei jetzt nicht die Zeit für populistische Schnellschüsse und rückwärtsgewandten Aktionismus: „Sachsen soll attraktiv sein für Studierende aller Länder und Nationen. Die FHD und auch die anderen sächsischen Hochschulen sind international ausgerichtet mit vielen grenzübergreifenden Projekten in Forschung und Lehre“, so Professor Dr. Christoph Scholz.

Konkret wünscht sich Scholz den Mehrwert und die Leistungen privater Hochschulen im Freistaat zu berücksichtigen und wirksamer zu fördern, denn sie stärken das Bildungssystem in Sachsen maßgeblich. „Durch die privaten Hochschulen in Sac hsen werden zukunftsorientierte und zukunftssichernde Studiengänge wie beispielsweise Pflege- und Gesundheitsmanagement, Sozialpädagogik und -management oder Tourismusmanagement angeboten. Außerdem ermöglichen sie berufsbegleitende Studienformen am Abend und am Wochenende, die staatliche Hochschulen gar nicht oder nicht in der Quantität und Qualität leisten können“, so der Rektor. Scholz fordert daher auch für private Hochschulen finanzielle und strukturelle Unterstützung zur Sicherstellung modernster Grundausstattungen in Lehre und Forschung – unter anderem in den Bereichen Bibliothek und Datenbanken sowie IT und Digitalisierung. „Zudem muss der Freistaat dringend über das Jahr 2020 hinaus Aufstiegsfortbildungen fördern, ohne diese fehlen tausende Fachkräfte etwa in sozialen Berufen und der Pflege“, so Professor Dr. Christoph Scholz abschließend.

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