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Logistische Höchstleistung für die Landtagswahl am 1. September

Leipzig. Wenn am Sonntag um 18 Uhr die 404 Wahllokale in Leipzig schließen, beginnt für das Amt für Statistik und Wahlen ein Kraftakt, auf den es sich seit Monaten intensiv vorbereitet. „Wahlen sind immer wieder eine enorme Herausforderung, der wir uns als Verwaltung gerne stellen“, konstatiert Leipzigs Verwaltungsbürgermeister Ulrich Hörning. „Es ist jedes Mal aufs Neue eine logistische Höchstleistung, wo ein Rädchen ins andere greifen muss, damit am Wahltag alles funktioniert. Ein ganz wichtiger Faktor sind die unzähligen freiwilligen Wahlhelfer, denen ich besonders danken möchte.“

Die Zahlen und Fakten verdeutlichen den Kraftakt: Insgesamt 4171 ehrenamtliche Leipziger Wahlhelfer sind in allen Wahllokalen Leipzig tätig. Davon allein sind 868 Wahlhelfer in der Gerda-Taro-Schule eingesetzt, welche voraussichtlich rund 90.000 Briefwahlscheine auszählen müssen. Ulrich Hörning: „Die Möglichkeit der Briefwahl nutzen immer mehr Bürger, diesen Trend beobachten wir bereits seit Jahren. Im Rahmen der Landtagswahl waren ca. 20.000 Leipziger im Stadtbüro der Stadtverwaltung, welches als vorübergehendes Briefwahlbüro eingerichtet wurde. Dieser Anstieg in enorm.“

Die Stadt Leipzig musste auf die Zunahme der Briefwähler mit deutlich höherem Personaleinsatz reagieren. Zudem stellte das stark gestiegene Briefwahlaufkommen die Stadt auch vor räumliche Herausforderungen. Aktuell suchen circa 1800 Briefwählerinnen und Briefwähler täglich die Briefwahlstelle persönlich auf. Längere Warteschlagen konnten bislang durchgängig vermieden werden.

Die 868 Wahlhelfer in der Gerda-Taro-Schule sind in 124 Wahlvorstände aufgeteilt, welche die Unterlagen der 128 Briefwahlbezirke auszählen. Wie immer sind alle Auszählungen öffentlich und jeder ist herzlich eingeladen, den Auszählprozess zu beobachten, ohne die Wahlhelfer in ihrer Arbeit zu behindern. Nachdem die Wahlvorstände ihre Ergebnisse festgestellt haben, erfolgt die so genannte „Schnellmeldung“ via Telefon zum Wahlamt. „Für die Entgegennahme der Schnellmeldung unterstützen uns die Kolleginnen und Kollegen des Bürgertelefons, welches an dem Abend bis spät in die Nacht mit 27 Mitarbeitern besetzt ist“, so Ulrich Hörning. Sollte es zu Schwierigkeiten oder speziellen Nachfragen beim Auszählen kommen, stehen neben 23 Mitarbeitern des Wahlamtes noch 25 Wahlbeauftragte zur Verfügung, welche kurzfristig jedes Wahllokal anfahren können bzw. die Briefwahlvorstände beratend unterstützen. Ab circa 20 Uhr fahren insgesamt 246 Taxis die Niederschriften der Ergebnisse aus den Wahllokalen in das Neue Rathaus, wo diese Unterlagen nach erneuter Prüfung durch die Mitarbeiter des Amtes für Statistik und Wahlen bestätigt werden. Erst nach Bestätigung dieser Niederschriften werden die Ergebnisse nach Dresden zum Landeswahlleiter übermittelt. Es geht immerhin um 450 000 Leipziger Wähler. Ulrich Hörning: „Die Auszählungen und Überprüfungen der Unterlagen kann je nach Komplexität der Wahlscheine bis in den späten Abend hinein andauern. Für alle Wahlhelfer ist dies ein enorm langer Tag, die Wahllokale haben ab 8 Uhr morgens geöffnet.“

Es ist gelebte Tradition, dass das Neue Rathaus ab 17:30 Uhr allen interessierten Bürgern und Gästen offensteht, um die über den Abend eintreffenden Wahlergebnisse zu verfolgen. Hierfür hat das Amt für Statistik und Wahlen eine permanente Präsentation auf Großleinwand vorbereitet, wo die Ergebnisse der einzelnen Wahlbezirke laufend aktualisiert werden. Darüber hinaus werden TV Geräte aufgebaut sein, welche die Ergebnisse der Wahlen aus Sachsen und Brandenburg wiedergeben.

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