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Leipzig. Die Fahrradstaffel des Stadtordnungsdienstes hat sich bewährt. Dies zeigt eine Bilanz nach 100 Dienst-Tagen. Zu ihr gehören fünf Inspektoren und eine Dienstgruppenleiterin, die einerseits als Präventivstreife und andererseits auf der Grundlage konkreter Hinweise agieren. Unter anderem wird die Abteilung Verkehrsüberwachung bei der Ahndung von Ordnungswidrigkeiten auf Radwegen und Radfahrstreifen unterstützt.

Insgesamt 5.700 Kilometer, einmal von Leipzig bis zum Äquator, haben die zwei Frauen und vier Männer, seit Dienstbeginn am 15. Mai 2019 im gesamten Stadtgebiet zurückgelegt. Der positive Nebeneffekt für die Umwelt ist die Einsparung von 1.190 kg Kohlendioxid. Bei 352 Hundekontrollen wurden insgesamt 97 Verstöße wie die Nichteinhaltung der Leinenpflicht, des Mitnahme- und Benutzungsgebots von Kotbeuteln oder der fehlenden steuerlichen Anmeldung geahndet bzw. zur Anzeige gebracht. Auf den Streifenfahrten wurden weiterhin 363 Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung bzw. Straßenverkehrszulassungsordnung festgestellt und geahndet.

„Die Fahrradstaffel ist im gesamten Stadtgebiet unterwegs, ob als Präventivstreife in den Wohngebieten sowie Park- und Erholungsanlagen oder für Kontrollen zur Einhaltung der Polizeiverordnung und Ahndung von Verkehrsverstößen“, erläutert Helmut Loris, Leiter des Ordnungsamtes. „Neben den Kontrollergebnissen ist vor allem die Außenwirkung und Akzeptanz der Fahrradstaffel sehr positiv zu bewerten. Das Auftreten ist bürgernah, steigert die Präsenz der Polizeibehörde im öffentlichen Raum und trägt maßgeblich zur Stärkung des subjektiven Sicherheitsempfindens der Bevölkerung bei.“

Trauriger Rekord sind die 255 Verstöße bei den Fahrradfahrern, davon allein 73 Mal die Missachtung der roten Ampel. Helmut Loris: „Die Straßenverkehrsordnung gilt auch für Fahrradfahrer, diese einzuhalten dient nicht nur dem Eigenschutz, sondern verhindert auch Unfälle. Die Missachtung der roten Ampel wird mit mindestens 60 Euro und einem Punkt in Flensburg geahndet. Auch wenn es modern und hip erscheint, ist das Benutzen des Mobiltelefons auf dem Fahrrad verboten und nicht ungefährlich. Für 82 Radfahrer wurde das Telefonat auf dem Fahrrad sehr teuer. Der Regelsatz ohne Gefährdung oder Unfall liegt bei 55 Euro Verwarngeld. Das deckt keine Flatrate ab.“

Bewährt hat sich auch die Durchführung gemeinsamer abgestimmter Streifenfahrten und Maßnahmen mit der Fahrradstaffel der Polizei, mit dem Außendienst der Stadtkämmerei und der Abteilung Verkehrsüberwachung des Ordnungsamtes. Diese werden fortgeführt und weiter intensiviert.

Ausgestattet ist die Fahrradstaffel mit modernen E-Bikes, entsprechender Funktionsbekleidung und moderner Funktechnik. Anders als in den bestehenden Flächen-Inspektionsbereichen wird die Fahrradstaffel im gesamten Stadtgebiet auf der Grundlage einer entsprechenden Dienstplanung mit einer Woche Frühschicht und einer Woche Spätschicht eingesetzt.

Die Fahrradstaffel wurde gemäß „Maßnahmenplan zur nachhaltigen Erhöhung der Präsenz und Wirksamkeit des Stadtordnungsdienstes in 2018 ff“ gebildet. Sie ist eine eigenständige Dienstgruppe und an das neue Sachgebiet „Inspektion Zentrale Dienste“ angegliedert. Ihr Einsatz erfolgt ganzjährig, ausgenommen sind Extremwettersituationen wie Glatteis oder Sturm.

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